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Baseball
Marquez Ramirez muss beim Comeback lange kämpfen

Baseball: Marquez Ramirez muss beim Comeback lange kämpfen
Enorbel Marquez Ramirez ist zurück in Solingen. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Die Solingen Alligators tun sich beim 12:7 und 13:3 zum Bundesliga-Saisonauftakt gegen die Dortmund Wanderers schwerer als erwartet.

Lange hatten die Zuschauer am Weyersberg auf diesen Moment gewartet. Zum ersten Mal seit mehr als fünf Jahren stand Enorbel Marquez Ramirez wieder auf dem Wurfhügel in Diensten der Solingen Alligators. Doch ganz so heimisch fühlte sich der gebürtige Kubaner bei seinem Comeback gegen die Dortmund Wanderers offenbar noch nicht. Das kühle Wetter und die fehlende Saisonvorbereitung machten dem Baseball-Pitcher zu schaffen.

Marquez Ramirez begann gegen die Dortmunder mit sechs Fehlwürfen in Folge und sah sich wenig später geladenen Bases gegenüber. Aus diesem Durchgang kam der Werfer noch so gerade heraus, weil Dortmunds Spielertrainer René Herlitzius einen hohen Flugball schlug. Doch auch in der Folge fand der Publikumsliebling kaum ins Spiel. Bis zum fünften Durchgang markierten die Wanderers fünf Zähler. Darunter war sogar ein mächtiger Homerun von Marco Balanque ins linke Außenfeld. "Es war ganz gewiss nicht die stärkste Leistung, die wir je von Enorbel gesehen haben", fand auch Trainer Norman Eberhardt. "Aber darum sollten wir uns nach einem Spiel keine Sorgen machen."

Apropos Sorgen: Die hatten die Alligators vor den Dortmundern bekanntlich kaum. Schließlich hatte es nicht danach ausgesehen, dass die Westfalen wettbewerbsfähig sein würden. Doch die Zugänge hatte der Klub geschickt versteckt. Mit Shongo Ono und Elliot Biddle sicherte sich das Herlitzius-Team die Dienste zweier guter Baseballer im Feld. Als ausländischer Pitcher kam außerdem Keita Komi. "Es hat mich gefreut, dass Dortmund so solide aufgetreten ist", meinte Eberhardt. "Das war ja in der vergangenen Saison nicht so."

Trotz des verbesserten Gegners und der wenig überzeugenden eigenen Werfer-Leistung drohte in der ersten Partie keine Niederlage. Florian Götze schlug den Ball im zweiten Durchgang bis an den Zaun im Außenfeld, wodurch gleich zwei Mitglieder punkteten. Daniel Sanchez und Dominik Wulf erhöhten mit ihren Schwüngen zum 5:2 und so ging es bis zum Schluss-Inning weiter: Das 7:5 bei Marquez Ramirez' Auswechslung hatte die Truppe in ein 12:5 verwandelt. Erst dann kassierte der eingewechselte André Hughes seine ersten Punkte, wurde dabei aber auch von seiner Felddefensive im Stich gelassen.

Im zweiten Spiel des Tages waren die Alligators sogar noch höher favorisiert. Chris Mezger ging für die Truppe auf dem Mound und knüpfte mit Ausnahme des dritten Durchgangs an seine starken Leistungen der vergangenen Saison an. In diesem schlug Biddle ihm die Kugel allerdings um die Ohren und brachte die Dortmunder auf 3:4 heran.

Dass das nicht reichen konnte, hatte sich bereits vorher abgezeichnet. Mit Keita Komi hatten die Solinger überhaupt keine Probleme. Gleich zu Beginn beförderte Sanchez den Ball per Homerun aus der Anlage - kurioserweise sein erster überhaupt im Alligators-Trikot. Oskar Matzpreiksch schraubte das Ergebnis mit seinem Treffer gleich um zwei weitere Zähler hinauf. Die Angriffsmaschine lief phasenweise auf Hochtouren. Auch Dominik Wulf und Tanner Leighton erzielten jeweils ihre ersten Saison-Homeruns. Letzterer beendete damit sogar das Spiel, weil die Solinger damit auf 13:3 erhöhten und somit mit zehn Punkten vorne lagen.

"Ich bin ganz zufrieden. Bei dem kalten Wetter ist es nicht leicht, die Konzentration über mehr als sechs Stunden hochzuhalten", meinte Norman Eberhardt. "Vor allem haben mich die Leistungen unserer jungen Spieler, also Joe Weidemann, Luka Wolf und Oskar Matzpreiksch gefreut."

(trd)
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