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Handball
Meyer fordert Steigerung der HSV-Frauen

Solingen. Der Interimstrainer nennt einen Abstieg aus der Dritten-Handball-Liga "Super-GAU".

HSV Gräfrath - 1. FC Köln 01/07 (Frauen). Ein sportliches Wunder benötigen die Handballerinnen des HSV, um den drohenden Absturz aus der dritten Liga zu verhindern. Aktuell hat die Mannschaft von Interimstrainer Ernie Meyer zwei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. "Die Truppe wird sich auf der Zielgeraden der Saison deutlich steigern müssen, um den Super-GAU noch abwenden zu können", betont der erfahrene A-Lizenz-Inhaber.

Aller Voraussicht nach werden die Gräfratherinnen im gesamten März nur eine Begegnung absolvieren, und zwar die anstehende am Sonntag (17 Uhr) gegen den Tabellenzweiten aus Köln. Das so wichtige Duell um den Klassenerhalt gegen den BV Borussia 09 Dortmund II soll verlegt werden, da Spielerinnen wie die ehemalige Gräfrather Kreisläufer Annika Ingenpaß, die nun in Dortmunder Diensten steht, an einem Nationalmannschafts-Lehrgang der Juniorinnen teilnehmen. "Wir prüfen das, ob wir einer Verlegung zustimmen müssen", so Meyer weiter, der in der langen freien Zeit Vor- und Nachteile sieht. Zum einen könnte man in aller Ruhe an den Defiziten arbeiten, zum anderen zieht sich die Saison in die Länge und die Mannschaft kann keinen Boden gutmachen.

Alles in allem wird es beim Kampf um den Ligaerhalt auf die direkten Duelle ankommen. Siege gegen Schlusslicht Kriftel und gegen die punktgleichen Recklinghauser Fauen sind das Mindeste, viel wird vom Vergleich mit der Dortmunder Bundesliga-Reserve abhängen. Deren Trainer Rene Baude, der vor Alexander Müller, Helmut Menzel und eben Meyer für den HSV Gräfrath an der Seitenlinie aktiv war, wird alles daran setzen, selber in der Klasse zu bleiben und hat die großen Vorteile, das HSV-Team sehr genau zu kennen und sich gleichzeitig am Bundesliga-Team bedienen zu können. "Unsere Chancen stehen eher schlecht als gut. Doch aufgeben zählt nicht", betont Meyer aus Sicht der Gräfratherinnen.

Immerhin bessert sich der Zustand der polnischen Spielmacherin Kamila Caluzynska Tag für Tag, und das könnte ein großer Trumpf des HSV werden. Rückraumspielerin Julia Schumacher lag unter der Woche mit einer Grippe flach, ein Einsatz sollte aber möglich sein. Für die talentierte Nachwuchskraft Lena Heider kommt ein Einsatz wegen einer Jochbeinprellung dagegen noch zu früh, auch Kreisläuferin Steffi Bergmann muss nach ihrem Armbruch weiter pausieren.

(lhep)
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