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Lokalsport
Meyers Himmelfahrtskommando

Solingen. Der dritte Trainer dieser Saison soll die HSV-Drittliga-Handballerinnen retten. Von Lars Hepp

Roude Leiw Bascharage - HSV Gräfrath (Frauen). Mit dem Rücken zur Wand stehen die Drittliga-Handballerinnen des HSV Gräfrath nicht erst seit der deutlichen 22:33-Niederlage gegen die HSG Gedern/Nidda. Das abgeschlagene Schlusslicht Kriftel dürfte einen der drei Abstiegsränge sicher haben, um die übrigen zwei kämpfen in erster Linie neben dem HSV Gräfrath die Bundesliga-Reserve vom BV Borussia Dortmund und der PSV Recklinghausen, die allesamt bislang acht Zähler gesammelt haben.

Anfang der Woche zogen die Gräfrather Verantwortlichen erneut die Reißleine und beurlaubten Interimstrainer Helmut Menzel, der erst vor Kurzem für Alexander Müller übernommen hatte. Jetzt soll Trainer-Haudegen Ernie Meyer den Karren aus dem Dreck steuern. "Das ist schon ein Himmelfahrtskommando, und dennoch werden wir alles Erdenkliche versuchen", betont der erfahrene A-Lizenz-Inhaber. Die gute Arbeit in der zweiten Mannschaft hat sich schnell herumgesprochen, und somit wurde Meyer als einzigem die Rettungsmission zugetraut. Und immerhin ist dem HSV Gräfrath auch der Titel sicher, den mit Abstand ältesten Trainer unter Vertrag zu haben: Meyer feiert in knapp zwei Wochen seinen 73. Geburtstag.

Morgen Nachmittag (16 Uhr) geht es nun für die Gräfratherinnen zum Tabellensechsten ins luxemburgische Bascharage. "Da werden absolute Bonuspunkte verteilt, und die könnten unsere Ausgangsposition schlagartig verbessern", betont Meyer, der sich in den Übungseinheiten in dieser Woche erst einmal einen genauen Überblick verschaffen musste. Viel zu ändern sei in der Kürze der Zeit sowieso nicht, mit Einzelgesprächen und einem grundsätzlichen Appell an die Einstellung sollen erste kleine Schritte nach vorne gelingen.

In personeller Hinsicht ist dagegen keine Besserung in Sicht. Steffi Bergmann und Mariko Ikeda werden wegen ihrer Verletzungen nur zuschauen können, Kamila Caluzynska ist von ihrer Grippe immer noch nicht genesen. Lena Heider befindet sich zwar wieder im Trainingsbetrieb, ein Einsatz käme jedoch eindeutig zu früh.

Quelle: RP
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