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Basketball
Mit Solinger Kindern in die Bundesliga

Basketball: Mit Solinger Kindern in die Bundesliga
Basketball-Trainer Ken Pfüller hat ehrgeizige Ziele mit dem Nachwuchs der TSG Solingen. FOTO: Köhlen (Archiv)
Solingen. Basketball-Trainer Ken Pfüller spricht über den Nachwuchs der TSG Solingen, die Grundschulliga und neue Trainer.

Herr Pfüller, Sie befinden sich gerade in einem Prozess, den Solinger Basketball weiter nach vorne zu bringen. Wie ist der Status?

Pfüller Wir sind derzeit eigentlich recht zufrieden. Nachdem wir in der vergangenen Saison mit allen Nachwuchsmannschaften auf Kreisebene gespielt haben, haben die U 14 und U 18 den Sprung in höherklassige Ligen geschafft. Das soll natürlich erst der Anfang sein.

Wie viele Mannschaften spielen derzeit im TSG-Nachwuchs?

Pfüller Wir haben je zwei U 18- und U 16-Teams im Einsatz sowie je eine U 14 und U 12. Dazu haben wir eine U 10-Gruppe, die wir zur kommenden Saison in der Regionalliga melden werden, und eine Mannschaft für die ganz Kleinen, die noch keinen offiziellen Spielbetrieb betreibt.

Wohin soll der Nachwuchs es noch bringen?

Pfüller Unser großes Ziel ist es, in etwa sechs Jahren mit der U 16 in der Jugend-Bundesliga anzutreten. Der Spielbetrieb dort sollte mit etwa 10.000 Euro zu finanzieren sein, was für uns mit der Unterstützung einiger Sponsoren ein realistisches Ziel darstellt. Um das zu schaffen, müssen wir natürlich in jedem Altersbereich stark aufstellt sein. Das heißt, die U 14 spielt dann idealerweise in der NRW-Liga, was auf dem Level ebenfalls die höchste Klasse wäre, und die U 18 ebenfalls.

Aber das Erreichen der U 18-Bundesliga ist unrealistisch?

Pfüller Das ist zu nah am Männerbereich. Dafür müssten wir wohl einige sehr talentierte Spieler hinzuholen und richtig Geld in die Hand nehmen. Das halte ich derzeit noch für utopisch. Aber die U 16-Bundesliga können wir erreichen, und wir wollen es mit Solinger Kindern schaffen.

Das ist ein hochgestecktes Ziel.

Pfüller Aber wir arbeiten daran. Auch deshalb haben wir die Grundschulliga ins Leben gerufen. In sieben Schulen leiten wir derzeit wöchentlich AGs, um den Kindern den Spaß an unserem Lieblingssport zu vermitteln. Drei bis vier Mal pro Schuljahr treten die Grundschulen dann gegeneinander an. Die erste Auflage, die wir in Turnierform ausgerichtet haben, war ein voller Erfolg mit etwa 70 Teilnehmern. Aber wir wollen noch größer werden.

Das heißt?

Pfüller Ziel ist es, alle 23 Grundschulen dabei zu haben. Das scheitert derzeit nicht an den Schulen, sondern an unseren Möglichkeiten. Wir benötigen mindestens zwei weitere Trainer, um das zu stemmen. Ralf Straßburg leitet derzeit fünf AGs, die Perry-Brüder Martin und Nicklas jeweils eine. Ich bin guter Dinge, im Sommer einen weiteren Trainer anzustellen, so dass wir zum kommenden Schuljahr auf 14 oder 15 Schulen expandieren können.

Ist der Zulauf im Verein durch die AGs größer geworden?

Pfüller Ja, im U 10-Bereich sind die Anmeldezahlen sehr gut. Deshalb werden wir auf jeden Fall eine Mannschaft zur kommenden Saison melden können. Das sind sozusagen die ersten Spieler, mit denen wir irgendwann den Sprung in die höchste deutsche Klasse schaffen könnten.

Sind Sie mit der Entwicklung im Verein insgesamt derzeit zufrieden?

Pfüller Im Nachwuchs läuft es wirklich gut. Mit der U 18 halten wir die Regionalliga, die U 14 ist in der Oberliga sogar Zweiter. Die U 16 wird sich ziemlich sicher auch für die Oberliga qualifizieren. Unsere beiden Teams stehen auf dem ersten und vierten Rang auf Kreisebene.

Nur bei den Männern klappt nicht alles wie gewünscht.

Pfüller Leider müssen wir davon ausgehen, dass wir den Aufstieg von der Landes- in die Oberliga knapp verpassen. Aber wir setzen nächste Saison wieder an, um es langfristig in die Regionalliga zu schaffen. Ärgerlich am verpassten Aufstieg ist vor allem, dass wir Dzemal Selimovic wohl nicht halten können. Er wird nächste Saison auf jeden Fall U 18-Bundesliga spielen, so dass es keinen Sinn ergibt, wenn er im Männerbereich für uns in der Landesliga aufläuft. Da ist dann die Entwicklung des Spielers vordergründig.

THOMAS RADEMACHER FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
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