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Handball
Müller und das "Wir-Gefühl" beim HSV

Handball: Müller und das "Wir-Gefühl" beim HSV
Führungsquartett des HSV: Vorsitzende Julia Spitzer, GmbH-Geschäftsführer Stefan Bögel, Teammanager Elmar Müller und Sprecher Wolfgang Klein (v. li.). FOTO: Köhlen
Solingen. Die Handballerinnen werden wohl in der Oberliga starten. Es gibt einen neuen Teammanager und eine andere Halle. Von Lars Hepp

"Wir wollen zu unseren Tugenden zurück. Wir wollen ein Team aus dem Bergischen Raum und der Jugend eine Perspektive bieten", sagt Stefan Bögel, der Geschäftsführer der neu gegründeten GmbH, der gleichzeitig eine erste erfreuliche Personalie zu vermelden hat: In Elmar Müller haben die Handballerinnen des HSV Gräfrath einen absoluten Fachmann für die Zukunft gewinnen können. Der 50-jährige Diplom-Verwaltungswirt und Polizeibeamte aus Solingen wird sich ab sofort als Sportlicher Leiter um den Damenbereich kümmern und gleichzeitig die Aufgaben des Team-Managers für die erste Mannschaft übernehmen. "Wir haben ganz schnell gemerkt, dass wir die gleiche Vision und das gleiche Ziel verfolgen", betont Bögel.

Der A-Lizenz-Inhaber Müller führte zuletzt die Herren des Niederbergischen HC von der Bezirks- in die Verbandsliga. Zuvor war Müller unter anderem auch für den Leichlinger TV und den MTVD Köln tätig. Neben zahlreichen Aufstiegen schaffte es der zweifache Familienvater gleichzeitig, in den Vereinen auch immer einen sehr großen Zusammenhalt zu erzeugen. "Ich verfolge stets das gleiche Konzept. Die eigenen Spieler müssen eine Symbiose mit dem Publikum eingehen und sich voll mit dem Verein identifizieren", erklärt Müller, der beim HSV eine Menge Potenzial sieht.

Vor allem freut er sich auf sein neues Aufgabengebiet und die Zusammenarbeit mit Jugendkoordinator Jörg Hermes und Ernie Meyer, der die erste Mannschaft in der kommenden Spielzeit als Trainer begleiten wird. "Zum heutigen Stand gehen wir davon aus, dass wir die Relegation spielen werden, jedoch in der Oberliga einen Neuanfang beginnen müssen", sagt Bögel, der sich wie das Vorstandsteam um die Vorsitzende Julia Spitzer und deren Stellvertreterin Kiki Clauberg sowie Pressesprecher Wolfgang Klein auf den Neuaufbau freut.

Und da gibt es mittlerweile auch wieder allen Grund zu. Schließlich ist die Perspektive dank der hervorragenden Nachwuchsarbeit in der Talentschmiede auch bestens, dazu sind die Schlüsselpositionen schon zu diesem frühen Zeitpunkt entsprechend besetzt. "Es gibt ganz viele Felder, die wir mit einfachsten Mitteln bearbeiten können. Und der Verein soll wieder näher zusammenrücken. Es soll ein neues Wir-Gefühl entstehen", sagt Müller mit leuchtenden Augen. Wer seinen zweiten Auftritt beim Leichlinger TV mit den U 23-Youngsters in Erinnerung hat, weiß, was sich nun auch beim HSV Gräfrath entwickeln kann. Nicht selten hatte die LTV-Reserve damals bis zum Verbandsliga-Aufstieg rund 500 Zuschauer in der Halle. Häufig mehr, als bei der ersten Mannschaft waren.

Bögel und Müller wollen sich nun ab sofort an die Zusammenstellung der ersten Damen-Besetzung machen. Aus der aktuellen Drittliga-Truppe und der HSV-Reserve muss eine Mannschaft geformt werden, die nächste Saison am besten gleich auf Anhieb den Sprung in die zur Saison 2017/18 entstehende Nordrheinliga schafft. "Wir befinden uns in aussichtsreichen Gesprächen und wollen zeitnah Vollzug vermelden", kündigt Bögel an.

In Sachen Neuaufbau passt auch, dass die Gräfratherinnen künftig immer in der Sporthalle am Kannenhof ihre Meisterschaftsspiele austragen werden. Bereits am Sonntag, 8. Mai soll eine Art Generalprobe stattfinden, wenn dort das Relegations-Rückspiel gegen den Südvertreter HSG Sulzbach/Leidersbach ausgetragen wird. "Wir haben eine kleine Halle gesucht, in der schnell eine Atmosphäre entsteht", so Bögel weiter. Und dann kommt Müller ins Spiel, der aus einer kleinen Sporthalle ein neues Gräfrather Wohnzimmer machen möchte. Am besten mit dem Wohlfühlfaktor: Hexenkessel.

Quelle: RP
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