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Badminton
Neue Saison, neue Regeln, alter Kader

Solingen. In der 2. Badminton-Bundesliga hat sich viel geändert. Der STC Blau-Weiß will mit vertrautem Personal die Klasse halten. Von Hartmut Maus

Der Deutsche Badminton Verband sowie die Verantwortlichen für den Bundesliga-Spielbetrieb haben für die am kommenden Wochenende beginnende Bundesliga-Saison einige Änderungen an den Start gebracht, die natürlich auch den Zweitligisten STC Blau-Weiß betreffen. Nummer eins: Zukünftig fällt das dritte Herren-Einzel weg, so dass es bei sieben Spielen immer zu einem Sieger kommt. Und nicht wie bisher mit dem Spielen des dritten Herren-Einzels auch ein Remis zustandekommen könnte.

Weitere Neuerung: Bei einer 3:4-Niederlage nimmt der Unterlegene aber trotzdem noch einen Punkt mit. Zwei Zähler bekommen die Mannschaften, die 4:3 und 5:2 gewinnen. Einen "Dreier" erhält der 7:0- und 6:1-Sieger. Zudem hat man sich eine Anleihe bei der Zählweise im Tischtennis geholt. Die Sätze verkürzen sich von 21 auf elf Punkte. Pro Spiel sind dann drei Gewinnsätze zum Sieg nötig. "Eine Attraktivitätssteigerung ist dadurch geplant. Ob sie greift, bleibt abzuwarten", erklärt STC-Pressesprecher Horst Rosenstock.

Wie dies bei den Aktiven und Zuschauern ankommen wird, wird bereits die Heimpartie des STC Blau-Weiß am Sonntag (14 Uhr, FALS-Sporthalle, Wittkullerstraße) gegen den TV Emsdetten zeigen. In der Vorsaison im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg erst auf der Saison-Zielgeraden vom FC Langenfeld abgefangen, ist Emsdetten neben dem stark aufgerüsteten 1. BC Wipperfeld der neuerliche Klassenfavorit. Doch direkt zum Saisonauftakt fehlt Nationalspielerin Linda Efler. Sie befindet sich bei Internationalen Turnieren in Asien. "Das könnte so ein wenig unsere Chance sein, zumindest drei Spiele zu gewinnen", ist STC-Kapitän Niklas Niemcyzk zuversichtlich. Zudem weiß Niemczyk auch ein wenig um den Heimvorteil. "In unserer Halle und mit unseren Fans sind wir immer noch einmal ein wenig stärker", ist sich Niemczyk sicher.

Der STC Blau-Weiß geht die Saison fast in unveränderter Formation an. Der wohl beste Einzelspieler der Liga, Adi Pratama aus Indonesien, spielt von der Spitze weg. Dazu bleibt auch der Kroate Filip Spoljarec. Und letztlich sind Niemczyk und Niclas Lohau auf Platz fünf bei den Deutschen Meisterschaften gelandet, was für deren Doppelqualitäten spricht. Bei den Damen waren die Verantwortlichen mit den Vorjahresleistungen von Sonia Olariu zufrieden und verpflichteten die Rumänin für ein weiteres Jahr. Dazu gesellen sich die routinierte Medizinerin Laura Ufermann und Jessica Röthel, die am vergangenen Wochenende an der Seite von Lohau auf Platz fünf beim Deutschen Eliteranglistenturnier landete.

Das Saisonziel des STC lautet Klassenerhalt der Zweiten Liga, was aufgrund einer Ligenaufstockung vereinfacht wurde, da nur eine Mannschaft dieses Mal absteigen wird. Darum, diesen Abstiegsplatz zu vermeiden, werden sich in der Hauptsache der BV Gifhorn sowie die SG EBT Berlin streiten, die schwächer als im Vorjahr einzustufen sind. Der STC könnte um die Ränge vier bis sechs mit den Bundesliga-Reserven des TV Refrath und des TSV Trittau spielen. "Doch dann muss bei uns auch alles optimal laufen", gibt Niemczyk die Devise aus. Und mit diesem Lauf möchten die STCler am Sonntag bereits gegen Emsdetten beginnen.

Quelle: RP
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