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American Football
Paladins fahren zum Football-Abstiegskrimi nach Köln

American Football: Paladins fahren zum Football-Abstiegskrimi nach Köln
Marvin Leimküller (mitte) hat seine Oberschenkelverletzung überstanden und kann für die Paladins in Köln auflaufen. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Mit einem Sieg bei den "Falcons" wäre der Klassenerhalt der Dritten Liga geschafft. Im Hinspiel gelang die beste Saisonleistung. Von Thomas Rademacher

Mit 9:9-Punkten stehen die Paladins in der Dritten Liga eigentlich gut da. Doch vor dem letzten Spieltag befinden sich die Solinger Footballer immer noch in Abstiegsgefahr. "So eine verrückte Liga habe ich noch nie erlebt", meint Pressesprecher Uwe Lüttger. "Es war unglaublich ausgeglichen." Derzeit steht lediglich fest, wer Letzter wird. Die Aachen Vampires steigen definitiv ab. Die Paladins müssen sich am Sonntag aus eigener Kraft mit einem Sieg bei den Cologne Falcons retten.

Noch befinden sich die Solinger auf dem rettenden vierten Rang, doch direkt dahinter rangieren mit einem Punkt weniger die Kölner. Sollten sie gewinnen, tauschen die Paladins und Falcons die Plätze, und es geht für die Klingenstädter zurück in die Oberliga. Zumindest vielleicht, denn die Abstiegsregelung hängt von anderen, nicht beeinflussbaren, Faktoren ab. "Da aus der 2. Bundesliga Bielefeld in unsere Liga absteigt, kommt auf jeden Fall ein Team von oben hinzu", erklärt Lüttger. "Jetzt müsste der Tabellenerste unserer Liga aufsteigen." Das wären im Moment die Langenfeld Longhorns, die sich in einer Relegation gegen die Rostock Griffins aus der Ostgruppe der Dritten Liga durchsetzen müssten. Die Rostocker stehen mit 18:0-Punkten jedoch überragend da. "Wir gehen davon aus, dass Langenfeld dies nicht gelingen wird, was zu zwei Absteigern in unserer Liga führt."

Mindestens ein Unentschieden müssen die Paladins in Köln also holen, um vor dem direkten Konkurrenten zu bleiben. Dass sie gegen die Falcons gewinnen können, haben sie bereits im Mai bewiesen. Im Hinspiel schlug das Team von Cheftrainer Tim Rüttgers die Domstädter mit 21:7. "Das war unsere beste Saisonleistung", erinnert sich Lüttger. Seitdem hat sich allerdings viel geändert. Die Paladins besiegten damals die zu dem Zeitpunkt ungeschlagenen Falcons mit ihrem starken Quarterback Robert Demers. Der verletzte sich kurz darauf schwer an der Schulter, und die Kölner holten im gesamten weiteren Saisonverlauf nur noch zwei Punkte und wurden nach unten durchgereicht.

"Für Köln wäre es der Super-GAU abzusteigen", weiß der Pressesprecher der Paladins. "Sie sind als Aufstiegsfavorit gestartet und hätten nie damit gerechnet, plötzlich unten zu stehen." Fast genauso ist die Situation der Solinger. Auch sie würde der Abstieg hart treffen. Entsprechend intensiv hat die Mannschaft in den vergangenen Wochen trainiert. Das Team wird komplett in die Domstadt fahren. Marvin Leimküller hat seine Oberschenkelverletzung endgültig überwunden. Es steht nur noch nicht fest, ob Runningback Aaron Price rechtzeitig aus dem Urlaub zurückkehrt.

Die Paladins sind favorisiert gegen Kölner ohne Demers. Kritisch wird es, wenn Demers überraschend auflaufen sollte. "Das ist aber unwahrscheinlich. Am vorigen Wochenende hat er gefehlt. Es heißt, seine Schulter sei sogar gebrochen", meint Lüttger.

Quelle: RP
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