| 00.00 Uhr

Lokalsport
Paladins müssen zum Angstgegner

Solingen. Die Solinger Regionalliga-Footballer treten morgen zu ihrem letzten Spiel vor der sechswöchigen Sommerpause an. Bei den Langenfeld Longhorns ist das Team von Cheftrainer Tim Rüttgers in der Außenseiterrolle. Von Thomas Rademacher

Was für eine wilde Saison in der Football-Regionalliga. Ausgeglichener könnte der Wettbewerb kaum sein. Die ersten fünf Mannschaften der Sechsergruppe schenken sich nichts. Während Spitzenreiter Troisdorf Jets sechs Minuspunkte auf dem Konto hat, sind die Paladins mit 7:7-Zählern nur Fünfter. Ausgeglichener geht es nicht. "Theoretisch können wir noch Erster werden, aber auch der Abstieg ist noch immer ein Thema", sagt Paladins-Pressesprecher Uwe Lüttger. Denn eventuell muss nicht nur das Schlusslicht den Gang in die Oberliga antreten, sondern auch der Vorletzte.

"Das hängt von den Ergebnissen in der 2. Bundesliga ab", erläutert Lüttger. "Wenn zwei West-Vereine runter müssen, wird es wohl auch in der Regionalliga einen weiteren Absteiger geben." Die Paladins müssen sich also noch verbessern, um mit einem sicheren Gefühl in die Sommerpause gehen zu können. Doch im morgigen Auswärtsspiel bei den Langenfeld Longhorns sind die Solinger klarer Außenseiter. Die Bilanz spricht für die Rheinländer, die im heimischen Jahnstadion in dieser Saison noch keine Partie verloren haben. "Zudem ist Langenfeld ein Angstgegner für uns", sagt der Pressesprecher. "Wir haben noch nie gegen die Longhorns gewonnen."

Das Hinspiel im Walder Stadion ging mit 0:14 verloren, und auch in der Vergangenheit hatten die Paladins stets den Kürzeren gezogen. Dass die Longhorns verwundbar sind, haben ausgerechnet die Aachen Vampires unter Beweis gestellt. Vor zwei Wochen gewann der Tabellenletzte mit 17:14 gegen Langenfeld und schaffte damit seinen ersten und bislang einzigen Saisonsieg. Eine Woche später revanchierten sich die Rheinländer beim 39:7-Erfolg im Rückspiel allerdings eindrucksvoll. "Die Niederlage war sicherlich ein Ausrutscher", meint Lüttger. "Aber vielleicht können auch wir so eine Chance nutzen."

Die Klingenstädter treten komplett an. Runningback Aaron Price soll wieder wichtige Meter mit energischen Laufspielzügen erzielen. Quarterback Jeremy Konzack wirft die Pässe. Vom Verletzungspech ist die Mannschaft in dieser Spielzeit bisher verschont geblieben - ein ungewöhnlicher und bemerkenswerter Umstand im körperlich intensiven Footballsport.

Sollten die Paladins in Langenfeld keine Überraschung schaffen, steht das Team nach den Sommerferien unter Druck. Denn es stehen nur noch zwei Begegnungen an. Ende August empfängt die Truppe die abgeschlagenen Aachen Vampires, eine Woche später geht es zu den Cologne Falcons, die mit den Solingern noch eine Rechnung offen haben. Sie kassierten im Walder Stadion ihre erste Saisonniederlage.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Paladins müssen zum Angstgegner


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.