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Schach
Ragger schreibt österreichische Schach-Historie

Solingen. Der Großmeister ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden: Markus Ragger, Schachspieler der SG Solingen, hat die 20. Auflage des großen Open in Wien gewonnen, bei dem er an Platz eins der Setzliste gestanden hatte. Mit seinem Sieg im Festsaal des Wiener Rathauses schrieb er Geschichte, denn Ragger ist der erste Österreicher, der das prestigeträchtige Turnier in seinem Heimatland gewinnen konnte. Er hielt das Verfolgerfeld mit 8/9 bei zwei Unentschieden mit einem halben Punkt auf Abstand.

Ragger war der einzige Solinger im A-Feld, aber zwei andere Schachspieler aus der Klingenstadt waren ebenfalls in Wien aktiv: Im B-Turnier (bis zur Elo-Zahl 2000) saß Marius Fränzel an den Brettern. Er erlebte bei seinem dritten Wien-Open ein abwechslungsreiches Turnier, das er mit einem Endergebnis von 4,5/9 abschloss, was in etwa der Erwartung seiner Wertungszahl entsprach. Bernhard Frodor wiederum war zum zweiten Mal in Wien dabei, im Vorjahr hatte er in seinem Heimatland im C-Feld (bis Elo 1600) gestanden. Diesmal wollte er es wissen und trat im B-Feld an. Dort wurde er als 184. von 190 Startern gemeldet, was einen schwierigen Weg für ihn bedeutete. Für sein Ziel, weitere Partien für seine erste Elo-Zahl zu sammeln, nahm Fodor das aber in Kauf und war am Ende zufrieden damit, sein selbst gestecktes Ziel, 2/9, erreicht und das Turnier mit einem Sieg abgeschlossen zu haben. Insgesamt spielten mehr als 600 Teilnehmer in Wien.

Bis es für Markus Ragger zu einer möglichen Titelverteidigung kommen kann, wird es im Übrigen noch dauern. In der Regel findet das Open alle zwei Jahre statt, da der Festsaal im Wiener Rathaus aber renoviert werden muss, war die diesjährige Auflage vorgezogen worden, und die nächste steigt erst 2019.

(ame)
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