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Radsport
Regen schreckte nur die Rennfahrer nicht

Radsport: Regen schreckte nur die Rennfahrer nicht
Die steile Abfahrt ist auch kein Problem: Majlen Müller gewann die Frauenkonkurrenz bei ihrem Heimrennen souverän. FOTO: S. Köhlen
Solingen. Rund 330 Starter begrüßte Velo Solingen beim Mountainbike-Rennen am Halfeshof. Von Thomas Rademacher

Ein Mal im Jahr geht es am Halfeshof rund. Tagelang hatte Rennveranstalter Velo Solingen die Cross-Country-Strecke hergerichtet, damit die Fahrer vor schwierige Herausforderungen gestellt werden und die Zuschauer auf ihre Kosten kommen. Während regnerisches Wetter die Sportler kaum abschreckt, ist es für den Zuschauerzuspruch freilich Gift. "Wir hatten Catering, Turnierorganisation und Anmeldung im Freien geplant", meinte Velo-Vorsitzender Andreas Jacob. "Das fiel natürlich ins Wasser. Das Wetter war das Schlimmste, was passieren konnte." Die Faszination am Mountainbike-Sport ist bei diesen Verhältnissen schließlich kaum zu vermitteln.

Dennoch lief die Organisation glatt und nahezu im Zeitplan. Etwa 330 Starter begrüßte der Radsportverein auf der Anlage, was ungefähr der Kalkulation entsprach. Und Grund zur Freude gab es auch. Majlen Müller sicherte sich den Sieg in der Frauenkonkurrenz. "Das hatte ich vorher gar nicht gedacht, weil sehr starke Konkurrentinnen da waren", berichtete die Velo-Fahrerin. Gerade die Niederländerin Annemarie Worst hatte Müller in der Vergangenheit beim Weltcup und der Europameisterschaft geschlagen. "Sie hat mich auch in der ersten Runde überholt, aber ich bin dann gut reingekommen und an ihr wieder vorbeigezogen."

Müller fuhr bei ihrem Lieblingswetter stark und erarbeitete sich einen Vorsprung von mehr als viereinhalb Minuten auf die Niederländerin. "Ich weiß nicht, ob sie einen schlechten Tag hatte. Wir haben nicht gesprochen nach dem Rennen", sagte Müller. "Aber ich hoffe einfach, dass ich mich in guter Form befinde und das eben einfach gut zeigen konnte."

Die Strecke kannte die 20-Jährige bereits aus dem Vorjahr. "Eigentlich hatte sich wenig geändert, außer am Ende, als es noch durch den Wald um ein paar Bäume herumging. Dort war es allerdings so matschig, dass auch ich in der letzten Runde schieben musste, weil das Rad keinen Grip mehr bekommen hat", schilderte Müller.

Obwohl mit zwei Niederländerinnnen zwei gute Kontrahentinnen an den Halfeshof gekommen waren, hätte sich Majlen Müller noch etwas mehr Konkurrenz gewünscht. Nur fünf Fahrerinnnen nahmen am Rennen der Frauen teil. "Aber ansonsten ist alles super gelaufen. Auch mit der Organisation waren wir sehr zufrieden", sagte die Velo-Fahrerin. Dazu kassierte die Wuppertalerin zehn Weltranglistenpunkte, die ihr bei zukünftigen Rennen bezüglich ihrer Position in der Startaufstellung helfen werden. Stürze gab es bei dem Wetter natürlich einige. Der eine oder andere Fahrer musste sogar mit einem gebrochenen Rahmen aufgeben. Schlimmere Verletzungen habe es aber nicht gegeben.

Aus Velo-Sicht war das Rennen trotz des miesen Wetters ein Erfolg. Timm Evertz holte sich den dritten Platz bei den Senioren, Marius Voos wurde Vierter bei den U 9-Kids. Dazu gewann Jonah Zerling in der Bambini-Klasse vor Marie-Sophie Vollenbruch. Im Fun-Bereich sicherten sich Dustin Plischke den dritten Rang bei den Männern und Verena Tänzler den zweiten bei den Frauen.

Quelle: RP
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