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Lokalsport
Rudeck oft auf falschem Fuß erwischt

Der Keeper geht kritisch mit seiner Leistung um und hadert mit fehlenden Paraden gegen Oliver Milde. Von Timo Lemmer

Christopher Rudeck und sein Spannmann Janis Boieck waren die ersten BHC-Akteure, die nach einem ersten Aufenthalt in der Kabine - länger als sonst - wieder in die Halle kamen. Gleich kam ein Junge im Rudeck-Trikot angerannt, der ein Foto mit seinem Vorbild schießen wollte. Dazu hat Rudeck in vielen der vorherigen Spiele durchaus getaugt. Nur gegen den VfL Lübeck-Schwartau hatte auch der Stammkeeper des Bergischen HC einen rabenschwarzen Tag erwischt. Und das von Beginn an - im Tor sowie im Mitspielen.

"Wir hätten noch ewig spielen können", sagte Rudeck. Er meinte damit nicht nur, dass sein Team auch bei längerer Spielzeit stets einem Rückstand hinterhergelaufen wäre. Sondern, dass er auch bei längerer Spielzeit nicht groß hätte helfen können. Dazu bezog der junge Torwart erfrischend offen Stellung. "Gegen die sieben Feldspieler hätten nur Paraden geholfen, aber die gab es nur bedingt. Wir haben Oliver Milde nicht in den Griff bekommen, und ich wurde ganz oft auf dem falschen Fuß erwischt."

Vom gegnerischen Spieler, der offensiv alles im Griff hatte, bei sieben Toren auch noch umsichtig agierte, habe er sich auf ein anderes Wurfbild vorbereitet. Er hatte ihn mehr mit Handgelenk, gerne in die Block- statt Torwartecke erwartet. Milde agierte anders, schoss oft auch in Rudecks Ecke. "Darauf hätte ich mich viel schneller einstellen müssen." Überhaupt: "Ich war zu passiv, nicht aggressiv genug." Zu oft habe er den Weg zurück statt nach vorne gesucht.

"Wenn man den ersten Wurf nicht trifft", nahm ihn Kollege Boieck wegen des frühen Pfostenwurfs in Schutz, "dann ist man verunsichert und nimmt danach lieber die Zweite Welle." Boieck durfte zwischendurch ran, musste nach seiner Einwechslung aber fünf Minuten später wieder raus. Hier hätte der Trainer auch länger am jungen Keeper festhalten können. Boieck: "Ich freue mich, wenn ich spielen darf. Die Auswechslung war normal, der Mannschaftserfolg steht im Vordergrund." Rudeck selbst sprach von "dummen Fehlern", die nach den Ballgewinnen passiert seien und sah immerhin, dass "das Gerede von der Saison zu Null vorbei ist".

Quelle: RP
 
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