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Lokalsport
Rumpftruppe des HSV hält mit

Solingen. Beim Spitzenreiter Mainz-Bretzenheim gibt es für die Drittliga-Handballerinnen ein 27:35. Von Lars Hepp

Nicht zu vergleichen mit dem desaströsen 28:42-Hinspielauftritt gegen den Tabellenführer und großen Aufstiegskandidaten SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim war die Leistung der Drittliga-Handballerinnen des HSV Gräfrath im zweiten Duell. Diesmal präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Alexander Müller als unangenehmer Widersacher und hielt die Begegnung über 40 Minuten offen. "Wir haben das mit sehr viel Disziplin und einem guten Matchplan hervorragend hinbekommen", lobte Müller. Bis zum 21:23 befanden sich die Gräfratherinnen in Reichweite, danach zogen die Mainzerinnen bis 29:22 davon. "Wir haben in dieser Phase leider zu viele Fehler im Angriff gemacht und den Gegner damit zum Kontern eingeladen", so Müller nach der 27:35 (17:18)-Niederlage.

Von Anfang an rannten die Gäste zwar einem Rückstand von bis zu vier Toren hinterher. Doch so wirklich ließ sich das personell arg dezimierte HSV-Team aber nicht abschütteln. Beim Seitenwechsel waren beide Mannschaften noch auf Augenhöhe. Sicher ein Verdienst von Torhüterin Lisa Klanz, die ihre bislang beste Leistung im Gräfrather Kasten ablieferte. Die Umstellung der defensiven 6:0-Abwehr hin zu einer offensiveren 5:1 bereitete dem Favoriten zwischenzeitlich Probleme. Lena Feldstedt und Lena Beckers tauschten im Rückraum permanent die Halbpositionen und brachten so sehr viel Unruhe in die Mainzer Abwehr. "Dieses Wechselspiel hat hervorragend funktioniert. Uns war allerdings früh klar, dass uns mangels Alternativen zum Ende hin die Puste ausgehen würde", musste Müller zugeben. In Lena Heider, Kamila Caluzynska und Nikki Schreurs fehlte immerhin ein kompletter Rückraum. Müller verwies aber auch auf die spielerische Klasse der Gastgeberinnen, die in den wichtigen Phasen keine Fehler machten und die einfachen Tore erzielten. "Da hat man gesehen, warum die ganz oben stehen."

Über die Ostertage machen die Gräfratherinnen Pause, ehe es in zwei Wochen zu Hause gegen Borussia Dortmund II geht. Dann kommt es zum erstmaligen Wiedersehen mit Rene Baude, der im Oktober von seinen Aufgaben beim HSV entbunden worden war. Die spielfreie Zeit wollen die Gräfrather Verantwortlichen nun dazu nutzen, um in den Personalplanungen endlich voranzukommen. Laut Müller sei man sich mit vielen Spielerinnen einig, die passenden Verträge müssten noch ausgefertigt werden - man will nun zeitnah Vollzug vermelden.

Quelle: RP
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