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Baseball
Schwerstarbeit für die Werfer der Alligators

Baseball: Schwerstarbeit für die Werfer der Alligators
Harry Glynne nutzt seinen Urlaub, um mit den Alligators in Frankreich beim European Champions Cup anzutreten. FOTO: Stephan Köhlen (Archiv)
Solingen. Heute startet der Deutsche Meister in Frankreich beim European Champions Cup, der Champions League im Baseball. Von Thomas Rademacher

Vor einem Jahr haben die Alligators mit Ach und Krach den Klassenerhalt im internationalen A-Pool für den Deutschen Baseball Verband (DBV) geschafft. Damit sind 2015 wieder zwei deutsche Teams zur Teilnahme am European Champions Cup berechtigt. Während die Solinger Baseballer in Paris und Chartres antreten, geht es für die Heidenheim Heideköpfe in Rotterdam beim Parallelturnier zur Sache. Da der Wettbewerb im kommenden Jahr neu geordnet wird, ist diesmal mindestens der vierte Platz notwendig, um den Startplatz für Deutschland zu erhalten.

"Mit dem Abschneiden 2014 war ich nie wirklich zufrieden", erläutert Alligators-Trainer Norman Eberhardt. "Diesmal wollen wir drei unserer fünf Spiele gewinnen beziehungsweise mindestens den vierten Platz holen." Mit drei Erfolgen haben die Alligators eine kleine Chance, den zweiten Platz in der Sechsergruppe zu erreichen, um am Sonntag im Finale dabei zu sein.

Der Sieger daraus trifft am Saisonende übrigens auf den Gewinner der Veranstaltung in Rotterdam, um die beste Baseball-Mannschaft Europas zu küren. "Es ist uns schon wichtig, zu beweisen, dass die deutsche Liga hinter der niederländischen und italienischen die drittstärkste in Europa ist."

Heute (15 Uhr) beginnt das Turnier für die Alligators in Chartres gegen die Amsterdam Pirates. Nominell sind die Solinger gegen den Vizemeister der Niederlande zwar Außenseiter, doch Eberhardt rechnet sich Chancen aus. "Wir haben gegen die Pirates ja in der Vorbereitung gespielt. Offensiv haben sie mich jetzt nicht so sehr überzeugt." Zwar verloren die Alligators im Testspiel recht deutlich, mussten aber noch auf ein Gros des Kaders verzichten. "Der Plan ist, mit Chris Mezger heute unseren besten Werfer ins Rennen zu schicken und zu sehen, wie weit wir kommen. Wir setzen auf einen Sieg", sagt Eberhardt.

Die Verwaltung der Werfer stellt ohnehin die größte Herausforderung bei einem Turnier dar. Wenn Mezger heute fünf oder mehr Durchgänge wirft, wird er vor Samstag nicht mehr einsetzbar sein. Umso besser, dass den Solingern der komplette Kader zur Verfügung steht und in Harry Glynne außerdem unverhofft ein weiterer Top-Pitcher dabei sein wird. Der wertvollste Spieler des Bundesliga-Finales 2014 ist am Samstag gelandet und freut sich, während seines Urlaubs aushelfen zu können. "Wenn es so läuft, wie ich mir das vorstelle, werden wir nur in einem Duell nicht auf Sieg spielen", erklärt Eberhardt. "Das wird am Freitag gegen Fortitudo Bologna sein."

Bologna schätzt der Solinger Coach als beste Mannschaft des Turniers ein. "Da wir am Samstag gegen die Brest Zubrs unbedingt gewinnen müssen, werde ich gegen die Italiener wohl ein paar Arme schonen müssen." In allen anderen Partien vertraut der Coach neben Mezger und Glynne auf die stärksten Pitcher: Enorbel Marquez Ramirez, André Hughes und Nils Hartkopf. Für Auftritte auf dem Wurfhügel kommen zudem Dominik Wulf, Luka Wolf und Sebastian Bernards infrage. "Mit dem breiten Aufgebot werden wir gut durch das Turnier kommen", glaubt der Coach.

Komfortabel werden die nächsten fünf Tage für die Mannschaft allerdings nicht. Sie muss im täglichen Wechsel zwischen Chartres und Paris pendeln. Zwischen den beiden Städten liegen knapp 100 Kilometer. "Das ist natürlich unglücklich, aber zumindest konnte unser Verein so ein paar Tausend Euro Hotelkosten sparen, weil wir nicht im teuren Paris absteigen." Drei Mal müssen die Alligators in Chartres antreten, zwei Mal in Paris. Ein mögliches Finale würde ebenfalls in der französischen Hauptstadt ausgetragen.

Quelle: RP
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