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Wasserball
SGW setzt in jedem Fall auf die Jugend

Wasserball: SGW setzt in jedem Fall auf die Jugend
SGW-Trainer Tim Focke (2. von rechts) gibt die Richtung vor. FOTO: TEPH (Archiv)
Solingen. Die Wasserballer würden auch beim Erreichen des Aufstiegsturniers dem Nachwuchs Zeit im Becken geben.

Mit 21:7-Punkten steht die SGW Solingen/Wuppertal auf dem zweiten Platz in der Westgruppe der Zweiten Liga. Weil Spitzenreiter ASC Duisburg II als Reserve nicht aufsteigen darf, wäre die Bergische Startgemeinschaft nach aktueller Lage als Teilnehmer für das Aufstiegsturnier qualifiziert. Doch da möchte die Mannschaft von Trainer Tim Focke eigentlich noch gar nicht hin. "Finanziell ist es für uns kaum möglich aufzusteigen, und sportlich wären wir derzeit noch nicht in der Lage, die Liga zu halten oder angemessen mitzuspielen", stellt der Coach vor dem Auswärtsspiel beim SV Lünen 08 klar.

Dennoch: Die SGW hat vier Spieltage vor Schluss drei Punkte Vorsprung auf den Dritten. "Klar fahren wir zu dem Turnier, wenn wir uns dafür qualifizieren", erläutert Focke. "Und wir hätten auch prinzipiell Lust, daran teilzunehmen." Doch es gebe Vereine, die im Gegensatz zu den Bergischen gerne aufsteigen würden. "Wir stehen zwar weiter vorne, befinden uns aber noch auf dem Weg, unseren Nachwuchs einzubinden." So wird die Startgemeinschaft am Sonntag versuchen, in Lünen zu gewinnen, aber mit zahlreichen Jugendspielern - wie Max Jotzo oder Jannis Quell - im Wasser sein. "Sie haben jetzt die Gelegenheit, sich zu präsentieren", sagt Focke. "Für den positiven Effekt, der Jugend Spielzeit zu geben, nehmen wir vielleicht ein Niederlage in Kauf, und unter Umständen nutzt eine andere Mannschaft die Chance, noch an uns vorbeizuziehen." Sollte dies nicht geschehen, wird auch beim nach der Saison folgenden Turnier der Nachwuchs seine Chance bekommen. "Wir wollen keine halben Sachen machen und nachhaltig arbeiten, damit ein Erfolg, der sicherlich irgendwann eintritt, auch nachhaltig bleibt."

Der Druck in Lünen ist also gering. Der Tabellensiebte unterlag im Hinspiel mit 9:13 im Klingenbad, ist zu Hause aber traditionell gefährlicher. Das Becken ist sehr klein, wodurch Gästeteams aufgrund der Umstellung große Probleme bekommen. Lünen hat neun seiner 13 Saisonpunkte zu Hause geholt.

(trd)
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