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Lokalsport
Shiona Pauly mit starkem Debüt

Lokalsport: Shiona Pauly mit starkem Debüt
Nikki Schreurs (rechts) wird von der Ex-Gräfratherin Julia Schumacher hart attackiert. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Die Oberliga-Handballerin wirft bei ihrem Debüt in Liga drei fünf Tore für den HSV Gräfrath. Von Lars Hepp

Pflicht erfüllt - nicht mehr und nicht weniger. In der dritten Liga feierten die Handballerinnen des HSV Gräfrath einen glanzlosen 29:24 (14:14)-Heimsieg über das abgeschlagene Schlusslicht SC Fortuna Köln und festigten damit den sechsten Tabellenplatz. "In Anbetracht der Besetzung war das schon eine gute Leistung. Heute hat mich einmal mehr das Kollektiv überzeugt", zog Trainer Alexander Müller eine zufriedenstellende Bilanz. Denn die Liste der Ausfälle wurde kurzfristig noch wesentlich länger. Neben den bekannten Ausfällen von Kamila Caluzynska, Lena Feldstedt und Steffi Bergmann gesellten sich spontan auch noch die grippekranken Lena Heider und Michaela Kovacova hinzu. Dem HSV standen somit gerade einmal sieben Feldspielerinnen zur Verfügung.

Über 5:2 und 10:6 setzten sich die Gastgeberinnen schnell bis auf 12:8 (17.) ab. Doch die Kölnerinnen ließen sich davon nicht beeindrucken und kämpften sich zurück in die Begegnung. Allen voran die frühere Gräfrather Spielerin Julia Schumacher. Die Fortuna-Rückraumspielerin war in Durchgang eins mit sechs ihrer insgesamt beeindruckenden elf Toren die auffälligste Kraft und betrieb an alter Wirkungsstätte beste Eigenwerbung. Über eine mögliche Rückkehr wird spekuliert, der Abstieg der Kölnerinnen ist nur noch rechnerisch aufzuhalten.

In Halbzeit zwei starteten die Gräfratherinnen wieder besser, zogen schnell über 18:15 bis auf 21:16 davon. "Letztlich hat dieser Vorsprung dann auch ausgereicht, um die beiden Punkte für uns klarzumachen", freute sich Müller über den elften Saisonsieg. In der Schlussphase kamen die Gäste noch einmal näher heran, allerdings auch begünstigt durch HSV-Zeitstrafen.

Ausgesprochen erfreulich war das Drittliga-Debüt von Shiona Pauly. Die Spielerin aus dem Oberliga-Kader erhielt die Chance und nutzte diese nachhaltig mit fünf Toren. Auf der rechten Außenbahn hinterließ die talentierte Nachwuchsspielerin einen sehr zuverlässigen Eindruck und empfahl sich für weitere Einsätze. Müller ließ sich am Rande entlocken, dass Pauly in der kommenden Spielzeit ohnehin zum Drittliga-Team zählen wird. Dann hätte sich die Arbeit im Unterbau in jedem Fall bezahlt gemacht.

Zu einem unerwartet langen Einsatz kam Torhüterin Sabine Nassenstein. Lisa Klanz als Nummer eins bekam nicht viel zu fassen, so musste die erfahrene Nassenstein noch einmal in die Bresche springen, und sie machte ihre Sache wie gewohnt sehr zuverlässig. "Trotz des Erfolges hoffe ich auf einen wieder breiter werdenden Kader", betonte Müller. Denn nächste Woche geht es zum Tabellenführer und Fast-Meister nach Mainz-Bretzenheim, gegen den man im Hinspiel schon deutlich verlor.

Quelle: RP
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