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Volleyball
So bemerkte der Sponsor die Misere der Volleys

Ende März waren die Solingen Volleys zwar Meister der Zweiten Liga, konnten sich den sportlich erreichten Aufstieg ins Oberhaus aber aus finanziellen Gründen nicht leisten. "Ich war zu dem Zeitpunkt im Urlaub und habe das dann im Internet gelesen", berichtete Michael Kölker gestern. "Meine Frau hat dann gefragt: ,Was machst du jetzt?' Und ich habe geantwortet: ,Ich rufe Helmut Weissenbach an.' Ich kann nicht sagen, dass ich für Leistungssport stehe, und dann da nichts tun." Für den Manager der Volleys war dieses Telefonat mit dem Chef der Firma Forst Technologie ein Segen aus heiterem Himmel. Inzwischen konnten die Volleyballer ihren Etat verdreifachen und haben die Lizensierungsbedingungen der Bundesliga so erfüllen können.

Kölker sieht sich als absoluten Solinger Lokalpatrioten, nicht nur für den Sport in der Klingenstadt, für den er sich finanziell sehr engagiert, sondern für viele Projekte von Kunst bis Tierschutz. "Mir geht es darum, Strukturen aufzubauen und fokussiert in Solingen Dinge nach vorne zu bringen", sagte er gestern. "Es geht um Förderung. Welcher Verein das in Solingen letztlich ist, ist egal."

Allerdings knüpft er sein Engagement bei den Volleys an eine Bedingung: "Ich werde die Volleyballer nicht unterstützen, solange ein Breitensportverein dahinter ist", betont Kölker mit Blick auf die TSG. "Die Volleyballer sind Volleyballer und müssen entscheiden können, was sie tun. Da können nicht etwa die Abteilungen Tennis oder Basketball reinreden. Im Leistungssport müssen alle an einem Strang ziehen." Daher fordert Kölker, dass ein neuer, reiner Volleyball-Verein in der Klingenstadt gegründet wird, in dem die Volleys dann beheimatet sind. Das ist nicht zuletzt deswegen auch ein wesentlicher Punkt der außerordentlichen Abteilungsversammlung, zu der die Volleys für Dienstag, 10. Mai (19.30 Uhr) in ihr Vereinsheim an der Dingshauser Straße eingeladen haben.

(ame)
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