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Baseball
Solingen Alligators geraten in Regensburg nicht in Panik

Solingen. Nach einem 0:3 und 9:6 im Play-off-Halbfinale steht es zwischen den hiesigen Baseballern und den Regensburg Legionären 1:1.

Sang- und klanglos hatten die Solingen Alligators das erste Spiel der Halbfinalserie bei den Regensburg Legionären verloren. Im zweiten Duell schlug das Team von Trainer Norman Eberhardt zurück und glich die Serie zum 1:1 aus. "Es zeichnet uns aus, dass wir zu keinem Zeitpunkt in Panik geraten", meint der Coach. Die Solinger Baseballer vertrauten auf ihre Qualitäten und fegten die Legionäre auf deren eigenem Feld fast vom Platz.

Bereits im ersten Durchgang erwischten die Solinger Gianny Fracchiolla auf dem Wurfhügel der Regensburger. Der Pitcher hatte leichte Kontrollprobleme, wodurch Florian Götze per Freilauf auf Base kam. Ihm folgten Dominik Wulf mit einem Treffer und Daniel Sanchez mit einem weiteren Freilauf. Diese Gelegenheit ließ sich Nils Hartkopf nicht entgehen. Mit einem Opfer-Flugschlag holte er Götze zum 1:0 nach Hause. Sascha Brockmeyer lieferte danach den großen Treffer ins Centerfield, wodurch die Solinger gleich 3:0 in Front gingen.

So kam Alligators-Werfer Chris Mezger bereits mit einer Führung auf den Mound und ließ sich von den Regensburgern kaum beeindrucken. Bis zum neunten Durchgang ließ der US-Amerikaner wenig zu, kassierte aber zwei Homeruns von Chris und Philipp Howard. Die Alligators punkteten munter weiter. Sanchez markierte das 4:0, Hartkopf schlug seine Mitspieler zum 6:1 nach Hause, und Brockmeyer sowie Dustin Hughes lieferten die entscheidenden Schläge zum 9:2. Die Partie war damit fast entschieden. Mezger mühte sich zwar durch den Schlussdurchgang, in dem er noch vier weitere Gegenpunkte kassierte, doch letztlich brannte nichts mehr an. "Wir können sicher noch besser spielen", sagt Eberhardt. "Aber nach dem ersten Spiel muss ich zufrieden sein."

In diesem sahen die Alligators nämlich erschreckend schwach aus. Gegen Mike Bolsenbroek auf dem Wurfhügel der Regensburger gelang der Solinger Offensive nahezu nichts. Tanner Leighton schaffte einen Treffer, Daniel Sanchez erreichte mit einem geduldigen Schlagauftritt einen Freilauf auf die erste Base. Dazu profitierte David Selsemeyer ein Mal von einem Feldspielfehler der Legionäre. Druck konnten die Klingenstädter zu keinem Zeitpunkt aufbauen. Bolsenbroek warf eine unfassbar starke Partie und schickte 18 Spieler per Strike-out zurück auf die Bank. Das sind zwei Drittel der benötigten Aus in einer Partie - ein gigantisch hoher Wert.

"Klar hat er stark gepitcht, und wir müssen den Hut ziehen", analysierte Norman Eberhardt. "Aber wir haben unsere Herangehensweise am Schlag zu keinem Zeitpunkt geändert. Das war unter aller Kanone." Da nutzte es auch nichts, dass André Hughes und Enorbel Marquez Ramirez ebenfalls ordentlich für die Alligators warfen. Drei Punkte genügten den Legionären zum ersten Sieg in der Serie. Sascha Steffens und Sascha Brockmeyer fingen zudem jeweils einen Ball im Outfield nicht, was es den Regensburgern noch ein wenig einfacher machte.

(trd)
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