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Football
Solingen Paladins finden kein Mittel

Football: Solingen Paladins finden kein Mittel
Der Langenfelder Daniel Berg (mitte) tankt sich durch die Abwehr der Paladins. FOTO: Ralph Matzerath
Solingen. Die hiesigen Regionalliga-Footballer unterlagen mit 22:48 bei den viel stärkeren Langenfeld Longhorns. Von Thomas Rademacher

Jeremy Konzack sucht im zweiten Viertel einen Passempfänger und findet ihn. Der Quarterback wirft den Ball in die Arme von Peter Pinter, der die notwendigen zehn Meter zu einem neuen ersten Versuch zurücklegt. Die Besonderheit ? Es ist das erste Mal, dass die Solingen Paladins das Ei nicht nach vier erfolglosen Versuchen wieder hergeben müssen. Sie bleiben gegen die extrem starken Langenfeld Longhorns in Ballbesitz und setzen ihren sogenannten Drive fort. Daniel Rennich besorgt mit seinen Läufen ein paar weitere wichtige Meter. Am Ende trägt Konzack das Spielgerät selbst in die Endzone. Es ist das 6:13, das für neue Hoffnung im Derby der Football-Regionalliga sorgt.

Doch defensiv setzt sich die mäßige Vorstellung des ersten Durchgangs fort. Die Abwehrreihen von Trainergespann Gunnar Peschelt und Tim Rüttgers finden kein Mittel gegen die Langenfelder Angreifer. "Gerade die Offensive Line hat gewaltige Lücken für die Langenfelder geöffnet", wird Pressesprecherin Verena Prust später sagen. "Man hat insgesamt sehr deutlich gesehen, wie perfekt die Longhorns aufeinander eingespielt sind." Wieder sind die Gastgeber nicht zu stoppen, so dass die Erhöhung auf 20:7 nur eine Frage der Zeit ist.

Die Defensive war in den vergangenen Wochen die große Stärke der Paladins. Diese wird bis zum Schluss nicht wirklich ins Spiel kommen. Doch immerhin im Angriff halten die Paladins in der zweiten Halbzeit weiterhin dagegen. Durch die Mitte geht bei den Longhorns wenig, doch Daniel Rennich versucht es mit Alternativrouten und hat Erfolg. Bis auf drei Meter kommen die Gäste an die Endzone heran, dann besorgt der Running Back die entscheidenden Meter. Inklusive Extra-Punkt kommen die Solinger auf 14:20 heran. Einen weiteren Langenfelder Touchdown beantwortet Peter Pinter mit einem gefangenen Konzack-Pass im direkten Gegenzug. 50 Meter vor der Endzone hat der Spielzug begonnen. Die Kombination Konzack-Pinter bringt das Ei zum Touchdown in die Endzone. Konzack legt sogar eine Two-Point-Conversion zum 22:28 hinterher.

Trotzdem nutzt alle Gegenwehr nichts. "Im Vergleich zu Aachen oder auch Remscheid ist die Langenfelder Offensive eine ganze Klasse besser", erläutert Prust. "Wir haben noch viel Arbeit vor uns, um eine so gute Mannschaft stoppen zu können." Im letzten Durchgang drehen die Gastgeber noch mal richtig auf und schrauben mit drei weiteren Touchdowns das Ergebnis auf 48:22 hoch. Sieben Mal kamen die Longhorns in die Paladins-Endzone - zu oft, um dagegen eine Chance zu haben.

"Die Longhorns sind nicht umsonst Zweiter", betont die Pressesprecherin. "Deren Receiver sind der Wahnsinn." Die Solinger haben mit Pinter zwar ebenfalls einen starken Receiver auf dem Feld, doch die Mannschaft erlaubt sich in der Summe noch zu viele Abstimmungsfehler. "Dazu gehörten auch einige überworfene Pässe." Einen kleinen Grund zur Freude haben die Paladins trotz der Niederlage. Die Longhorns erweisen sich als faire Gastgeber und zeichnen Peter Pinter als wertvollsten Spieler des Tages aus. "Das habe ich auch noch nicht erlebt", freute sich Verena Prust.

Quelle: RP
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