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Solingen Volleys streben Platz eins an

Lokalsport: Solingen Volleys streben Platz eins an
Abwarten: Ob es ein Comeback von Alexander Walkenhorst im Volleys-Trikot geben wird, ist noch offen. FOTO: Kempner (Archiv)
Solingen. Der Zweitligist startet morgen in die neue Saison. Eventuell kehrt Alexander Walkenhorst zurück ins Team. Von Sonja Bick

Das Saisonziel der Solingen Volleys wurde bereits Ende der vergangenen Spielzeit äußerst selbstbewusst formuliert. Nach vier dritten Plätzen in Folge soll nun der Meistertitel - und damit verbunden der Aufstieg in die 1. Volleyball-Bundesliga - her. Denn im Gegensatz zur vergangenen Saison, als man sich diesen Schritt noch nicht zutraute, wird der Zweitligist am Lizensierungsverfahren teilnehmen, der die Grundlage für den Sprung in Deutschlands höchste Spielklasse bildet.

Organisatorisch und finanziell scheint also alles in trockenen Tüchern. Dass dieses Ziel aber auch von der sportlichen Seite nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt ein Blick auf die vergangene Spielzeit: Bis zum letzten Spieltag mischten die Solinger um den Zweitliga-Titel mit. Letztendlich mussten sie, auch bedingt durch viel Verletzungspech, dem SV Lindow-Gransee sowie VC Bitterfeld-Wolfen in der Tabelle den Vortritt lassen. "Wir waren Dritter und Lindow als Meister gerade mal zwei Punkte besser. Da ist es doch nur logisch, dass wir als ehrgeizige Sportler Platz eins anstreben", sagt Oliver Gies. "Wichtig dafür ist natürlich ein optimaler Start."

Der Co-Trainer wird beim Saisonauftakt beim USC Braunschweig (morgen, 19.30 Uhr) hauptverantwortlich sein. Zum einen vertritt er Headcoach Bernd Werscheck, der ein Beachcamp auf Fuerteventura leitet. Zum anderen musste der 30-Jährige am Mittwoch operiert werden. Ihm wurde ein freier Gelenkkörper aus dem Ellenbogen entfernt, was den Außenangreifer zu einer etwa dreiwöchigen Pause zwingt. "Natürlich würde ich lieber spielen, aber es gibt ja gute Alternativen", sagt Gies und spricht damit die neuen Spieler wie Maximilian Ströbl und Benny Nibbrig an. Die beiden Angreifer bilden gemeinsam mit Libero Lennart Bevers das Trio, mit dem sich die Volleys in dieser Saison gezielt verstärkt haben. Vor einem Jahr sahen die Voraussetzungen noch komplett anders aus: Zehn "Neue" mussten integriert werden und zueinander finden - neben und auf dem Platz. Zudem gab es ein neues Trainergespann. "Wir kennen uns jetzt über ein Jahr, sind mannschaftlich geschlossen, die Stimmung ist gut, und wir unternehmen viel zusammen", sagt Gies.

Auch die etwa einmonatige Vorbereitung bewertet der Co-Trainer als absolut gelungen: "Wir haben in den Bereichen Ausdauer, Kraft, Technik und Taktik viel gearbeitet und sind spielerisch auf einem guten Level. Allerdings werden wir in den nächsten Wochen noch stärker werden." Dann erst werden sich Feinheiten - ob in der Annahme, im Zuspiel oder im Angriff - einspielen. Zudem ist Daniel Wernitz nach seiner Beachsaison, die er am vergangenen Wochenende mit der Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften beendet hat, in dieser Woche wieder ins Training eingestiegen. Er komplettiert den 13er-Kader. Der 14. Spieler könnte ein alter Bekannter der Volleys sein: Alexander Walkenhorst. Er hatte die Volleys in der Sommerpause verlassen, um sich auf seine Beach-Karriere zu konzentrieren. Nach der Trennung von Stefan Windscheif hält er sich nun in Solingen fit. Gies: "Er trainiert mit, ob er spielen wird, steht noch nicht fest."

Einen Tag nach dem Liga-Auftakt steht für die Volleys das WVV-Pokal-Halbfinale beim TVA Fischenich auf dem Programm (Sonntag, 16.30 Uhr). Sollte der Drittligist bezwungen werden, stünden die Solinger im Endspiel und dürften - läuft alles nach Plan - auf ein erfolgreiches Wochenende mit zwei Siegen zurückblicken.

Quelle: RP
 
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