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Solinger TC scheitert erneut in den Abschlussdoppeln

Tennis: Solinger TC scheitert erneut in den Abschlussdoppeln
Zum Haareraufen: STC-Trainer Karsten Saniter bleibt trotz eines erneuten Einzelsieges von Maverick Banes (rechts) weiter sieglos in dieser Saison. FOTO: S. Köhlen
Solingen. Nach hartem Kampf unterliegt der Widderter Zweitligist dem Suchsdorfer SV mit 3:6 und rutscht damit auf den vorletzten Platz ab. Von Thomas Rademacher

Als Maverick Banes sich gegen Leon Schütt durchbeißt, ist die Solinger Tenniswelt noch in Ordnung. Die Nummer eins des Solinger TC kommt zwar nach einem 6:0 im ersten Satz noch in Bedrängnis, ist im entscheidenden Moment aber mit dem Break zur Stelle und gewinnt 6:4, was die Widderter im Zweitliga-Duell gegen den Suchsdorfer SV 3:2 in Führung bringt. Danach aber wird das Glück nicht mehr aufseiten der Hausherren sein.

Unmittelbar nach dem Matchgewinn ist Banes mit sich zufrieden. "Es ist schon etwas anderes, wenn man nicht nur für sich selbst spielt", sagt der Australier. "Da ist der Druck noch etwas höher." Gegen Leon Schütt hatte der 24-Jährige zunächst überhaupt keine Probleme. "Er hat einfach viele Fehler gemacht. Mit Beginn des zweiten Satzes hat er aber einen Schalter umgelegt und war wieder voll da." Schütt spielte zeitweise besser als Banes, war dem Break näher. Doch der STC-Spieler biss sich durch in seinen Aufschlagspielen und hielt das Ergebnis offen. Beim Stand von 4:4 wehrte er einen Breakball ab und gewann das Spiel. Dann ergriff er die Chance und holte sich das Match beim Service seines Gegners. "In dieser Phase entscheiden dann eben zwei kleine Fehler. Die hat er zum Glück gemacht."

Banes erwähnt es: das nötige Quäntchen Glück im richtigen Moment. Wie gerne hätte das auch Mats Rosenkranz gehabt. Der 17-Jährige gab in seiner Partie alles gegen André Göransson. Nach dem Gewinn des ersten Durchgangs (6:1) lag er 2:5 hinten, holte auf, machte bei 4:5 aber einen Doppelfehler, der seinem Gegner den Satz bescherte - Champions-Tiebreak. Die verlängerte Version des Entscheidungsspiels verlief unfassbar eng. Bei 8:9, 9:10 und 10:11 wehrte Rosenkranz Matchbälle ab. Er zeigte Mut, zog ans Netz vor, jubelte und haderte. Dann war Göransson abgezockter. Bei seinem vierten Matchball legte er einen Ball kurz hinter das Netz, der Solinger kam zu spät. "Ich bin stolz auf den Jungen", meint STC-Coach Karsten Saniter in einer ersten Blitz-Analyse. "Suchsdorf ist unten wahnsinnig stark aufgestellt."

Tatsächlich: An erster bis dritter Position gewannen die Solinger durch Banes, Gero Kretschmer und Nick van der Meer. Unten verloren allerdings neben Rosenkranz noch Nico Mertens und Patrick Elias. Beim Stand von 3:3 mussten die Solinger im Doppel viel riskieren. Der Optimismus bei den Zuschauern auf der Anlage war da gedämpft, schließlich hatte der STC zuletzt stets die Abschlussdoppel verloren und damit seine Siegchance aus der Hand gegeben. Es kam auch diesmal wieder so. Doch es lief noch eine Spur bitterer ab. In allen drei Partien lagen die Widderter Duos mit einem Satz hinten, kämpften sich aber heran und retteten sich in den Champions-Tiebreak. Besonders bemerkenswert ist dies beim Match von Van der Meer und Mertens. Die beiden verloren den ersten Satz 0:6 und lagen im zweiten 4:5 hinten. Dann breakten sie Martin Pedersen und Göransson, als diese zum Matchgewinn aufschlugen. Zwei Mal kam Mertens das Netz dabei zu Hilfe.

Auch ein 2:8-Defizit im Champions-Tiebreak konnte das STC-Duo nicht schocken. Sachlich glich es zum 8:8 aus. Van der Meer hatte Aufschlag - und servierte einen Doppelfehler. Einen Raunen von den Rängen. Ein Ballwechsel später war das Match vorbei. Suchsdorf hatte das bessere Ende für sich. Wie übrigens auch in den anderen beiden entscheidenden Spielen. Nein, Glück hat der STC wirklich nicht.

Quelle: RP
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