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STC-Trainer Saniter lobt "geiles Team"

Tennis: STC-Trainer Saniter lobt "geiles Team"
Unter anderem Patrick Elias hatte in seinem Einzel gegen Michel Dornbusch einen weiteren Sieg für den STC auf dem Schläger. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Die 4:5-Heimniederlage der Tennisherren zum Auftakt der 2. Bundesliga gegen Oldenburg war sehr unglücklich. Von Georg Amend

Karsten Saniter war auch am Tag danach noch hin- und hergerissen. Natürlich hatte ihn die 4:5 (3:3)-Niederlage zum Auftakt der 2. Tennis-Bundesliga im Heimspiel gegen den Oldenburger TeV enttäuscht, auf der anderen Seite war er beeindruckt von der Leistung seiner Mannschaft. Denn die war durch den verletzungsbedingten Ausfall von Nick van der Meer (Rückenprobleme) zwar geschwächt, aber dann zusammengerückt. Für den Niederländer spielte Nico Mertens an Position drei und das so gut, dass er mit seinem 2:6, 6:1, 10:8 gegen Jonas König einen nicht unbedingt eingeplanten Einzelpunkt für den STC einfuhr. Und an Position sechs siegte Till Wegner ebenfalls im Champions Tiebreak gegen Lasse Muscheites, gegen "einen Gegner, den er noch gut aus der Jugend kennt. Das war fantastisch", meinte Saniter.

Den dritten Einzelsieg steuerte Gero Kretschmer bei, noch einen mehr, und der STC hätte die Begegnung vermutlich für sich entschieden. Doch Patrick Elias und Marko Tesanovic verloren in zwei Sätzen und Spitzenspieler Maverick Banes unterlag dem Franzosen Maxime Chazal im Entscheidungssatz. Saniter sagte mit Blick darauf: "Wir haben drei Mal im Champions Tiebreak gewonnen. Da kann man nicht verlangen, dass man auch den vierten gewinnt."

Über die Premiere von Banes auf der Anlage in Widdert sagte der Trainer: "Es war wichtig, dass er mit so einem Fight reinkommt. Die Jungs vorne sind ja auch nicht so cool, dass sie das alles kalt lässt. Sie wollen ja auch vom Publikum angenommen werden." Das klappte am Ende des Tages gut, anfangs hatte es danach nur bedingt ausgesehen. Der Australier stand viel zu passiv und defensiv, löste sich kaum von der Grundlinie, fand gegen das variable Spiel des Franzosen, der mit seinen Stops ein unfassbares Gefühl für Ball und Schläger offenbarte, lange keine Lösung. Beim 1:4-Rückstand im ersten Satz sah es nach einem bitteren Debüt für den Australier aus, der derzeit bei einer Familie in Solingen untergebracht ist, doch Banes kam wieder zurück: Erst im Tiebreak gab er den ersten Durchgang ab, den zweiten holte er sich mit 6:3 souverän. "Er hat das Spiel taktisch umgestellt", berichtete Saniter. "Er hat da gespielt wie eine Maschine, wie ein Roboter. Er hat alles erlaufen. Wenn es einen dritten Satz gegeben hätte, hätte Maverick den gewonnen." So ging es aber in den Champions Tiebreak und hier lag der STC-Zugang schnell 0:4 hinten - eine zu hohe Hypothek im entscheidenden Durchgang, Chazal nahm den Sieg mit einem 10:8 mit.

Das legte den Grundstein für den Oldenburger Erfolg, denn die Mannschaft "hat drei starke Doppel", erinnerte Saniter. "Die haben letztes Jahr das stärkste Doppel-Team der Liga gehabt." So waren Mertens und Mats Rosenkranz ebenso auf verlorenem Posten wie Elias/Wegner, der klare 6:1, 6:3-Sieg von Kretschmer/Banes war somit zu wenig für die ersten Saisonpunkte. "Da fehlte Nick so ein bisschen, etwas mehr Qualität hätte uns gut getan", meinte Sainter, der aber direkt nachschob: "Sein Ausfall war zwar ein herber Schlag, aber dann gab es diese super Mannschaftsleistung. Die Jungs haben das toll kompensiert. Natürlich war ich nach der Niederlage enttäuscht und traurig, aber ich bin dann auch direkt in die Kabine gegangen und habe gesagt: ,Ihr seid ein geiles Team!'. Wir werden sicher noch verlieren, aber mit dieser Mannschaftsleistung werden wir auch punkten."

Quelle: RP
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