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Tennis
STC will in dieser Saison nicht mehr zittern

Tennis: STC will in dieser Saison nicht mehr zittern
Sind guter Dinge beim STC: Trainer Karsten Saniter, Nico Mertens, Vorsitzende Simone Backhaus, Marko Tesanovic und Till Wegner (von links). FOTO: Thomas Rademacher
Solingen. Am Sonntag starten die Widderter mit einem Heimspiel gegen Oldenburg in die 2. Tennis-Bundesliga. Von Thomas Rademacher

Einen Monat lang dreht sich in Widdert alles um den kleinen Filzball. Klar, auf der Anlage des Solinger TC steht der Tennissport immer im Vordergrund, doch die Sommersaison in der Zweiten Liga ist stets etwas Besonderes. An fünf Wochenenden in Folge bestreitet das Team von Trainer Karsten Saniter acht Partien und wird versuchen, den Klassenerhalt möglichst schnell unter Dach und Fach zu bringen. So spannend wie 2015 soll es diesmal jedenfalls nicht werden. "Wir haben als Vorletzter so eben die Klasse gehalten. Ich denke, wir sind in dieser Saison besser besetzt", sagt Saniter.

Nicht mehr im Kader stehen Johann Willems und Torben Michaelis, die in der vergangenen Spielzeit an der ersten und vierten Position nicht so viel Erfolg hatten, wie sich die Widderter das gewünscht hatten. "Johann hat leider nicht die Entwicklung genommen, die er hätte nehmen können und sollen", sagt Saniter. "An der Spitzenposition war es schwer, aber er hat seine Außenseiterchance nicht so gesucht, wie ich mir das gewünscht hatte. Er ist leider unter seinen Möglichkeiten geblieben, auch wenn einige gute Leistungen dabei waren. Eine Entwicklung habe ich nicht mehr gesehen."

So setzt der STC in dieser Spielzeit auf zwei hinzugeholte Profis für das Spitzenmatch. Der Australier Maverick Banes und der Belgier Christopher Heyman werden sich die Matches vermutlich teilen. "Wir haben das noch nicht genau besprochen", sagt Saniter. "Sicher ist, dass Maverick die ersten vier Spiele bestreiten wird. Was danach passiert, hängt auch von den Ergebnissen ab." Voraussichtlich werden aber nicht beide gleichzeitig für die Solinger antreten.

Dahinter greift der STC auf bewährtes Personal zurück. Gero Kretschmer und Nick van der Meer, die in der vergangenen Saison die erfolgreichsten Spieler der Mannschaft waren, sollen erneut für wichtige Punkte sorgen. An der vierten Position spielt Nico Mertens, der 2015 drei Siege im fünften Match geschafft hat. "Ich spüre keinen Druck. Mit einer ähnlichen Ausbeute wäre ich zufrieden, wenn diese dazu beiträgt, dass wir die Spiele dann auch als Mannschaft gewinnen", meint der 22-Jährige.

Der Teamgeist wird seit Jahren beim STC groß geschrieben. Während andere Mannschaften auf diesem Level ihre Akteure für die Spieltage zusammenholen, hält man am Widdert das Team während der einmonatigen Saison weitestgehend zusammen. "Wir kennen uns schon 100 Jahre. Das stärkt den Teamgeist", stellt Mertens klar. An Position fünf und sechs treten Zugang Mats Rosenkranz und Rückkehrer Patrick Elias an. Letzterer kommt mit einigen Vorschusslorbeeren, weil er vor zwei Jahren überragend für den STC agiert hat. So müssen Marko Tesanovic sowie Till und Karlson Wegner auf ihre Einsätze warten. "Ich hoffe jetzt nicht, dass sich jemand ein Beim bricht", betont Tesanovic. "Aber klar will ich mir auch über gute Trainingsleistungen meine Chance verdienen."

Um den Aufstieg werden die Widderter wohl nicht mitspielen, obwohl Klub-Vorsitzende Simone Backhaus nichts dagegen hätte: "Zumindest ganz vorne dabei zu sein, wäre schon schön". Daran denkt Saniter nicht, aber so lange zittern wie im vergangenen Jahr will der Coach nicht: "Top-Favorit ist für mich der Bremerhavener TV. Die wollten letzte Saison schon hoch".

Insgesamt deuten die Setzlisten aller Vereine auf heiß umkämpfte Matches hin. So wird der STC in dieser Saison wieder ein Eintrittsgeld verlangen: fünf Euro für Erwachsene, Jugendliche zahlen nichts.

Quelle: RP
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