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Lokalsport
Steinberg hat wieder Spaß am Baseball

Solingen. Der Catcher fiel mit einer Knieverletzung lange aus. Morgen spielt er mit den Alligators in Dortmund.

Etwas holprig verlief der Saisonstart der Solingen Alligators am Sonntag. Einem 13:0 folgte ein hauchdünner 3:2-Erfolg über die Cologne Cardinals, die beinahe eine Überraschung am Weyersberg geschafft hätten. Auch morgen treten die hiesigen Baseballer bei einem vermeintlich schwächeren Kontrahenten der Baseball-Bundesliga an. Die Dortmund Wanderers sind krasser Außenseiter gegen den Deutschen Meister von 2014.

"Leider wissen wir nicht besonders viel über Dortmund", sagt Julian Steinberg. Der Catcher, der fast die komplette vergangene Saison nach einer Knie-Operation aussetzen musste, ist sich aber sicher, dass seine Mannschaft die beiden Partien bei den Westfalen gewinnen wird. "Alles andere wäre eine große Enttäuschung."

Mit Tomas Ondra vermeldeten die Wanderers den Wechsel eines Werfer-Talents in ihre Reihen. Der 19-Jährige hat in den vergangenen Spielzeiten in der höchsten tschechischen Liga gespielt. "Und was passiert, wenn wir Probleme mit einem Werfer bekommen, haben wir zuletzt gesehen", mahnt Steinberg. Die Cardinals boten im zweiten Spiel mit Jack Shannon einen guten Pitcher auf, der für die Alligators lange nicht zu knacken war. "Wenn uns das wieder passiert, kann es auch in Dortmund eng werden", weiß Steinberg.

Grundsätzlich glaubt der erfahrene Baseballer aber an eine routiniertere Vorstellung als in der Vorwoche. "Am Anfang ist es immer schwer, sich wieder auf die Würfe einzustellen. Es fehlten noch das Timing und die Spielpraxis. Ich denke, wir werden jetzt schon wieder besser aussehen und uns von Woche zu Woche steigern."

Mit seiner eigenen Leistung ist Steinberg zufrieden. "Nachdem ich ja fast die gesamte Saison 2015 pausieren musste, hat es wieder richtig Spaß gemacht." Das Knie macht dem Catcher nur noch selten zu schaffen. "Es fühlt sich nicht wie früher an. Die Kraft fehlt manchmal, aber ich kann es normal belasten. Ob es für zwei Spiele reichen würde, weiß ich aber nicht." Auf der Position des Catchers werden die Knie in besonderem Maße belastet, zumal in der gehockten Haltung alle Würfe des eigenen Pitchers gefangen werden müssen. "Es sieht so aus, dass ich wohl wieder im ersten Spiel hinter der Platte hocke und für André Hughes fange. Die zweite Partie übernimmt dann David Selsemeyer." Der hatte gegen Köln für Jadd Schmeltzer gefangen, der genau wie Hughes gut in die Saison gestartet ist.

"Die Werfer haben mich insgesamt zufrieden gestellt", sagt dann auch Trainer Ron Frazier. "Auch defensiv mache ich mir keine Sorgen. Aber wir müssen besser darin werden, die Läufer mit erfolgreichen Schlägen nach Hause zu holen." Bei der Wahl seines Personals ist der Coach noch nicht festgelegt. "Ich denke, ich werde auch wieder den jüngeren Spielern, also zum Beispiel Oskar Matzpreiksch oder Luka Wolf, Spielzeit geben. Jeder wird seine Chance bekommen, bevor ich meine beste Aufstellung finde", sagt der US-Amerikaner.

Praktisch für Frazier, dass seine Mannschaft komplett ist. Auch beruflich stark eingespannte Spieler wie Dominik Wulf und Nils Hartkopf werden in Dortmund dabei sein. Für die Wanderers handelt es sich bei den Partien gegen die Alligators im Übrigen um den Saisonauftakt. Die Truppe von Spielertrainer René Herlitzius hatte am vergangenen Wochenende frei.

(trd)
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