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Lokalsport
Talente lieben ihren Sport im Sand

Lokalsport: Talente lieben ihren Sport im Sand
Maya Mehle und Niklas Held nehmen sehr erfolgreich am Talentförderprogramm der SWS-Beach-Academy der Solingen Volleys teil. FOTO: Michael Linder
Solingen. Maya Mehle und Niklas Held sind zwei Teilnehmer der SWS-BeachAcademy und sehr erfolgreich. Von Sonja Bick

Vor fast genau vier Jahren, bei den Olympischen Spielen 2012 in London, haben deutsche Beachvolleyballer Geschichte geschrieben: Julius Brink und Jonas Reckermann holten Gold in einer Sportart, die seitdem einen absoluten Boom erlebt. Fast zeitgleich startete in Solingen eine Kooperation, die ebenfalls als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden kann. Gemeinsam gründeten die Stadtwerke Solingen und die Solingen Volleys die SWS-Beach-Academy. Mittlerweile nehmen 16 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren an dem Talentförderprogramm teil - darunter Maya Mehle und Niklas Held. Die 15-Jährige und der 14-Jährige haben beim Sieg von Brink, der für die Volleys in der Zweiten Liga spielte, und Reckermann, der mittlerweile in Solingen wohnt, vor vier Jahren mitgefiebert.

Ihre Beach-Saison haben die Nachwuchstalente gerade beendet - und die verlief für beide äußerst erfolgreich. Maya Mehle, die seit vier Jahren Volleyball spielt, aber erst seit zwei Jahren im Sand aktiv ist, stand bei Turnieren des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV) auf dem Treppchen und qualifizierte sich für mehrere Endrunden. Dabei liegt der Fokus der Zehntklässlerin, die die Sportklasse eines Leverkusener Gymnasiums besucht, auf einer anderen Sportart: Sie spielt Faustball - für Bayer Leverkusen, aber auch in der Jugend-Nationalmannschaft. Hier stehen drei Trainingseinheiten pro Woche an, im Volleyball sind es "nur" zwei.

FOTO: linder

"Es wird viel Wert darauf gelegt, ein gezieltes Training anzubieten und viele Turnierteilnahmen zu ermöglichen", sagt Helmut Weissenbach von den Solingen Volleys. "Das hat sich herumgesprochen, und man kommt gerne nach Solingen." Wie auch Niklas Held, der in dieser Saison einen Turniersieg sowie zwei zweite Plätze verbuchte und die WVV-Beachserie mit seinem Cousin auf dem dritten Rang beendete. Der Neuntklässler besucht zwar die Sportklasse der Friedrich-Albert-Lange-Schule, wohnt aber in Hilden. Trotzdem ist er vier Mal zum Training in Solingen - zweimal in der Halle, zweimal im Sand.

In einem sind sich beide aber einig: Volleyball ist im Sand schöner als in der Halle. "Ich liebe es, mich hinzuschmeißen - und man tut sich nicht weh. Außerdem ist es lockerer und macht einfach Spaß", sagt Maya Mehle, und Niklas Held ergänzt: "Es gibt mehr Action, man hat mehr Ballkontakte. Außerdem ist die eigene Leistung extrem wichtig, ebenso aber Teamwork und die richtige Taktik." Und auch beim optimalen Beach-Wetter sind sich die Jugendlichen einig: Zu heiß sollte es nicht sein, aber auch nicht regnen, so wie es in diesem Sommer oft der Fall war. "Dann wird man nass, der Ball wird rutschig und schwer", erklärt der 14-Jährige, der aber auch bei Regenwetter beim Training unter der Leitung von Patrick Ladermann alles gibt. Das schaut sich auch Lisa Nohl an, die bei den Stadtwerken für das Sponsoring zuständig ist: "Es ist toll zu sehen, was sich hier in den vier Jahren entwickelt hat." Bis 30. Juni 2018 läuft die Zusammenarbeit, danach wird über eine Fortsetzung verhandelt.

Quelle: RP
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