| 00.00 Uhr

Lokalsport
Trainer Sahin Sezer hat die Faxen dicke

Lokalsport: Trainer Sahin Sezer hat die Faxen dicke
Augen zu und durch: Mangelnden Einsatz konnte man DITIB-Stürmer Davide Lo Martire (l.) im Derby beim VfB (Florian Heuschkel) nicht unterstellen. Doch Torgefahr ging vom Stürmer nicht aus. FOTO: mak
Solingen. Entspannt gehen der BSC Union und Aufsteiger SV DITIB den kommenden Spieltag in der Fußball-Bezirksliga an. Das gilt nicht für die SG Vatanspor. Spielertrainer Sahin Sezer verspricht, dass es kein Unentschieden geben wird. Von Thomas Rademacher

Die Bezirksliga-Fußballer des VfB Solingen können sich ausruhen. Sie haben morgen spielfrei. Durch den Feiertag am kommenden Wochenende hat das Team von Uwe Rütjes sogar drei Wochen kein Pflichtspiel. Der Coach heißt die Pause willkommen. Entspannt können die Baverter zuschauen, wie sich ihre lokale Konkurrenz schlägt. Während die Union und DITIB vor ihren schweren Aufgaben keinen großen Druck haben, brennt bei der SG Vatanspor der Baum. Spielertrainer Sahin Sezer lässt seit vergangenen Mittwoch einen ganz anderen Wind wehen.

Mit 2:5 unterlag Vatanspor am vergangenen Sonntag in Unterrath. Alleine das trieb Sezer auf die Palme. Gleichzeitig kassierte Fatih Sezer seine fünfte Gelbe Karte, womit er morgen gegen den SC Reusrath gesperrt ist. Gleiches Schicksal ereilte Mustafa Sisman, der mit Gelb-Rot vom Platz flog. Sahin Sezer hat die Faxen dicke und sich deshalb entschlossen, seine Linie zu ändern.

"Ich habe versucht, mehr über den freundschaftlichen Weg das Vertrauen bei der Mannschaft aufzubauen. Aber das scheint nicht zu klappen. Deshalb bin ich zurück auf meinen alten Wegen", sagt der Coach. "Ich bin wieder ein knallharter Hund und ziehe eisern mein Ding durch. Bei uns weht wieder ein anderer Wind, und es ist mir egal, um wen es geht. Ob das der Kapitän ist, mein Bruder, der Sohn vom Vorstand, egal - jetzt wird durchgegriffen."

Der Spielertrainer erwartet bereits morgen eine Reaktion der Mannschaft. "Ich bin so heiß, ich würde am liebsten sofort spielen", sagt Sezer. "Es wird ein heißes Spiel. Ein Unentschieden kommt nicht in Frage - nur Sieg oder Niederlage." Grundsätzlich sind die Reusrather der SG Vatanspor ähnlich. Die Offensive ist stark, defensiv ist das Team nicht ganz so gefestigt. Abgesehen von den gesperrten Spielern ist nur der Einsatz von Orhan Cam fraglich. "Wobei das keine Ausrede ist. Wir werden das beste herausholen, ganz gleich, wer am Sonntag dabei ist."

Im ruhigeren Fahrwasser befindet sich inzwischen der BSC Union. Nach dem sensationellen Sieg beim Tabellenzweiten TV Dabringhausen ist Entspannung eingekehrt bei den Ohligsern. Neu-Trainer Marc Schmale will sich auch gegen Spitzenreiter 1. FC Monheim nicht geschlagen geben. "Es ist kein großes Geheimnis, dass wir den Erfolg wieder in der Defensive suchen werden. Über Davide Mangia wollen wir dann tödliche Konter fahren", kündigt der Coach an. "Zu verlieren haben wir nichts, unser Selbstvertrauen ist groß. Wer weiß, vielleicht bestehen wir sogar gegen Monheim und halten einen Punkt am Brabant."

Fraglich sind die Einsätze von Soufiane Lyazidi und Giuliano Granholm. Kai Lehmanns Wechsel zum BV Burscheid steht darüber hinaus inzwischen fest. "Eine Freigabe werden wir ihm aber auch im Winter nicht erteilen", ist sich Schmale sicher.

Gerne wieder punkten würde der SV DITIB. Mit der SG Unterrath wartet ein ähnlich starker Gegner, wie zuletzt der VfB Solingen. "Mit einem Zähler wäre ich schon ganz zufrieden", meint Trainer Necmettin Gül. "Der sollte auch drin sein. Verstecken müssen wir uns jedenfalls nicht." Zuletzt hatte der starke Angriff des SVD allerdings noch einige Ladehemmungen. "Mal sehen, ob das morgen wieder besser klappt." Marcus Seidler wird voraussichtlich ausfallen, weil er unter der Woche krank geschrieben war. Dazu leiden Orkun Bal und Sinan Akin unter Knieproblemen. Immerhin hat sich Burak Balim wieder gesund zurückgemeldet.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Trainer Sahin Sezer hat die Faxen dicke


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.