| 00.00 Uhr

Lokalsport
TSV will erst kämpfen, dann schauen

Solingen. Der Handball-Oberligist hat personelle Sorgen, Liga-Konkurrent BHC II nicht. Von Lars Hepp

TSV Aufderhöhe - TV Lobberich. Seit acht Spielen warten die Oberliga-Handballer des TSV Aufderhöhe auf einen Sieg. Lediglich ein Unentschieden im Nachbarschaftsduell mit Unitas Haan sprang kurz vor Weihnachten heraus. "Wir haben leider viel zu selten unser Potenzial abgerufen. Von daher müssen wir uns im neuen Jahr deutlich steigern", erklärt Trainer Max Ramota, der somit auf eine bessere Punktausbeute hofft.

Morgen (19.15 Uhr) geht es zu Hause nun gegen den direkten Konkurrenten aus Nettetal, beide Mannschaften rangieren mit sechs Punkten im Tabellenkeller. "Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Abschneiden sind aber alles andere als gut", meint der frühere Bundesliga-Spieler und verweist auf die personell angespannte Situation. Die Zulauf-Brüder Kris und Tim sowie Jan-Peter Reineke haben sich in den Urlaub verabschiedet, Mirko Bernau fehlt aus beruflichen Gründen. Zudem benötigt Rückkehrer Alexander Jentzsch als Spielmacher noch ein wenig Zeit, die Integration ist laut Ramota nicht abgeschlossen. "Wir müssen gerade in kämpferischer Hinsicht alles geben, und dann werden wir sehen, was unter dem Strich herauskommen wird", so der Coach, der bereits mit den Personalplanungen für die neue Spielzeit begonnen hat. Die Suche beinhaltet neben zwei Rückraumspielern auch Kräfte für die Flügelpositionen, Vollzug sei aber noch lange nicht zu vermelden.

SG OSC Wölfe Rheinhausen - Bergischer HC II. Im Hinspiel setzte der BHC II mit dem 25:20-Heimsieg ein Ausrufezeichen. Am Sonntag geht es nun nach Duisburg, das auf eine bewegte jüngere Vergangenheit zurückblickt. Zunächst konnte sich die Mannschaft nicht mehr in der Dritten Liga halten, zu Beginn dieser Saison deutete Vieles auf einen vielversprechenden Neuanfang hin. Doch damit ist es auch schon wieder vorbei, vor Weihnachten wurde die Spielbetriebsgesellschaft aufgelöst, die Mannschaft spielt ohne Aufwandsentschädigung die Runde zu Ende. "Das ist schon bitter, spricht auf der anderen Seite aber für den Zusammenhalt untereinander", sagt BHC-II-Trainer Patrick Luig. Aus seiner Sicht geht es um die fast schon letzte Möglichkeit, doch noch Chancen auf ein Erreichen der neuen Nordrheinliga zur nächsten Saison zu erhalten. Bei einer Niederlage würde der Rückstand auf den letzten Qualifikationsplatz auf fünf Punkte anwachsen.

Rückraumspieler Lennard Austrup hat nach überstandener Sprunggelenksverletzung das Training wieder aufgenommen und sollte für einen Kurzeinsatz infrage kommen. Christopher Hindrichs, am vergangenen Wochenende nur Zuschauer wegen einer Schulterverletzung, kehrt in den Kader zurück.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: TSV will erst kämpfen, dann schauen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.