| 20.21 Uhr

Handball
Umklammerung löst sich

Torhüterin Sabine Nassenstein mit 27 Paraden und Steffi Bergmann mit zehn Feldtoren überragten beim ungefährdeten beim 29:19-Sieg des HSV Gräfrath. Das Polster zu den Abstiegsrängen beträgt jetzt vier Zähler. Von Christian Bendig

Sabine Nassenstein und Steffi Bergmann sorgten beinahe im Alleingang dafür, dass sich die Handballerinnen des HSV Gräfrath in der Regionalliga langsam aber sicher aus der Umklammerung des Abstiegsgespenstes lösen. Beide überragten beim 29:19-Sieg gegen Teutonia Riemke. Torhüterin Nassenstein hielt zu Beginn reihenweise freie Würfe der Gäste und sorgte so für Beruhigung der angespannten Nerven, was auch Spielertrainerin Annekatrin Brzoskowski so sah. "Hätte sie nicht so überragend gehalten, wären wir in der Anfangsphase sicher nicht davongezogen." Gestützt auf die Leistung der Torhüterin erspielte sich der HSV bis zur 10. Minute einen 5:1-Vorsprung, der bis zur Halbzeit auf 15:6 ausgebaut wurde.

Riemke, das schon vor der Partie den Kampf um den Klassenerhalt eingestellt hatte, verzweifelte mit zunehmender Spieldauer an Sabine Nassenstein und der Solinger Abwehr. Symptomatisch war ein Bochumer Angriff Mitte des ersten Durchgangs. Vier Mal wurden die Würfe von der Gräfrather Hintermannschaft geblockt, ehe die gut leitenden Schiedsrichter Ole Remmers und Sascha Siebert ein Einsehen hatten und auf Zeitspiel entschieden.

Bis dahin lief es beim HSV vorne auch nicht besonders rund. Lediglich Lisa Nettersheim sorgte aus dem Rückraum für Gefahr. Im Angriff war den Solingerinnen nach dem überraschenden Erfolg gegen Union Halle vor Wochenfrist eine gewisse Verkrampfung anzumerken. Die löste sich erst, als einige Tempogegenstöße den Weg ins Ziel gefunden hatten. Die daraus resultierende Sicherheit verlieh dem Gräfrather Offensivspiel eine im bisherigen Saisonverlauf kaum gesehene Note – das Spiel über den Kreis.

Bergmann trifft zweistellig

Dort wirbelte die vor der Rückrunde verpflichtete Steffi Bergmann. Nach anfänglichen Problemen fand beinahe jedes Zuspiel den Weg zur Kreisläuferin, die sich nicht zweimal bitten ließ und stattliche zehn Feldtore erzielte. Landete der Ball mal nicht hinter der gut haltenden Nicole Bonner im Netz, war Bergmann oft nur auf Kosten eines Strafwurfes zu stoppen.

"Insgesamt war es ein souveräner Sieg", zog Brzoskowski zufrieden Fazit. Einziger Wehrmutstropfen beim HSV war die Fußverletzung von Annika Wohlfromm. Die derzeit aufgrund von Examensklausuren gehemmt wirkende Rückraumspielerin trat einer Gegenspielerin Mitte der zweiten Halbzeit auf den Fuß und knickte um. Ein Mitwirken beim schweren Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen II kommende Woche ist unwahrscheinlich.

Quelle: RP
 
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