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Lokalsport
Union ärgert den Tabellenführer lange

Solingen. Der Bergische Derby in Remscheid wird von Ausschreitungen überschattet. DITIB verliert in Ronsdorf, die SG Vatanspor holt gegen Jugoslavija den zweiten Saisonsieg. Der VfB siegt in Dabringhausen, die 1. Spvg. Wald 03 beim ASV Wuppertal. Von Michael Tesch und Thomas Rademacher

FC Remscheid - BSC Union Solingen 2:0 (0:0). Gut 70 Minuten konnte der BSC Union die Bezirksliga-Partie im Röntgen-Stadion gegen den noch verlustpunktfreien Tabellenführer FC Remscheid das Tor sauber halten. Dann aber sorgte Aleksandar Stanojevic (71.) für die insgesamt hochverdiente Führung der Gastgeber, die bis zu diesem Zeitpunkt bereits einige hundertprozentige Möglichkeiten ausgelassen hatten. "Deshalb ging der Sieg der Remscheider auch in Ordnung. Aber wir haben uns gut verkauft", erklärte André Lapatke. "Wir haben die Räume eng gemacht, sind gut in die Zweikämpfe gekommen, nur hat man wieder gesehen, dass uns vorne ein wenig die Qualität fehlt", erzählte der Co-Trainer des BSC Union. So sollte der Distanzschuss von Maximilian Noll (42.) auch die einzige torgefährliche Aktion der Ohligser bleiben. "Richtige Chancen gab es sonst für uns keine", räumte Lapatke offen ein. Sechs Minuten nach der Führung machte Remscheid den Sack zu - durch das 2:0 von Rodrigue Deadwood (77.). Es folgten weitere sehr gute Einschussmöglichkeiten für den Tabellenführer, doch einen dritten Treffer konnten die Solinger verhindern.

Während im Stadion alles im sportlich fairen Rahmen blieb, sah es im Umfeld des Röntgen-Stadions anders aus. Die Polizei sprach von schweren Ausschreitungen. Bereits vor dem Spiel hatten die Beamten Verstärkung angefordert, um die Gewalt unter den Anhängern einzudämmen.

SG Vatanspor -Jugoslavija Wuppertal 5:4 (2:1). Ein kurioses Spiel erlebten die wenigen Zuschauer an der Zietenstraße. Gerade hatte Goran Stojanovic (51.) das 3:1 für Vatanspor erzielt, da rief Co-Trainer Tayfur Keskin seinen Spielern zu, jetzt nicht die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Doch seine Worte fanden kein Gehör, zu schlecht stand die SG-Abwehr gestern gegen den Tabellenletzten. Der dank tatkräftiger Unterstützung der Gastgeber erst zum 3:3-Ausgleich, dann, nach erneuter Führung Vatanspors durch Burak Akgün (75.), zwei Minuten vor dem Ende zum 4:4 kam. In der Nachspielzeit sorgte dann aber Ugur Ayten (90.+3) für den glücklichen Ausgang einer Partie, die insgesamt auf erschreckend niedrigem Niveau ausgetragen worden war.

TV Dabringhausen - VfB Solingen 1:4 (1:2). Nach der Niederlage gegen Remscheid hatte VfB-Trainer Uwe Rütjes Veränderungen im Spielsystem angekündigt. "Wir haben in Dabringhausen mit nur einer Spitze gespielt und wieder mit drei zentralen Mittelfeldspielern", erzählte Rütjes nach dem 4:1-Erfolg. "Dadurch haben wir gleich viel kompakter gestanden." Allerdings starteten die Baverter ungücklich in die Begegnung, denn nach einer Standardsituation unterlief Niko Aleksic ein Eigentor (7.). Doch gestern war besonders auf einen VfB-Angreifer Verlass, der in den vergangenen Spielen weit unter seinen Möglichkeiten geblieben war: Davide Mangia. Der drehte durch einen Doppelpack (24./49.) das Spiel. Zudem bereitete er die Entscheidung vor, als er per Konter den drei Minuten zuvor eingewechselten Marvin Andritzke bediente (83.). Den Schlusspunkt setzte dann aber Mangia selber mit dem 4:1 (86.). "Ein Lob geht aber auch an Florian Kölmel, der mehrfach mit guten Paraden einen Gegentreffer verhindert hat", lobte Rütjes.

ASV Wuppertal - 1. Spvg. Wald 03 1:2 (0:0). Zufrieden zeigte sich 03-Trainer Ganija Pjetrovic angesichts des zweiten Saisonsieges seiner Mannschaft: "Wir kommen langsam. Dadurch, dass immer mehr Verletzte zurückkommen, habe ich nun auch Alternativen". Beim ASV Wuppertal profitierten die Gäste von einer Roten Karte gegen Marius Korpilla, der Walds Innenverteidiger Georgios Georgakis auf den Fuß getreten war. In Überzahl kam Domenik Tierno nach der Halbzeitpause auf der rechten Seite durch und setzte Blerton Balaj zum 1:0 in Szene. Aus der gesicherten Defensive heraus verlegten sich die Gäste auf Konterfußball. Der eingewechselte Eric Schürg entschied die Partie in der 89. Minute. Der Wuppertaler Anschluss kam zu spät.

TSV Ronsdorf - SV DITIB 4:0 (0:0). "Wir mussten drei Mal im Spiel verletzungsbedingt wechseln, machen zwei katastrophale Fehler, die Ronsdorf zu zwei Toren nutzt", beschrieb Trainer Frank Sippli, warum seine Elf nach 70 Minuten auf die Verliererstraße geriet. "Anschließend gab es kein Aufbäumen mehr, gingen die Köpfe der Spieler runter."

Quelle: RP
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