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Andreas Lukosch
"Unsere Vereine sind gut vernetzt"

Andreas Lukosch: "Unsere Vereine sind gut vernetzt"
Andreas Lukosch führt die Geschäftsstelle beim WMTV. FOTO: Köhlen (Archiv)
Andreas Lukosch, Leiter der Geschäftsstelle beim Wald-Merscheider Turnverein (WMTV), sieht die Vereine in Solingen trotz der ungünstigen Mitgliederstatistik auf dem richtigen Weg.

Haben Sie die Zahlen des Landessportbundes überrascht ?

Lukosch Ehrlich gesagt schon, weil wir eigentlich viel unternehmen, um Menschen für Vereine zu gewinnen. Unsere Vereine sind gut miteinander vernetzt. Das war zum Beispiel vor zehn Jahren noch anders. Wir stehen im Austausch. Das Ergebnis sind gemeinschaftliche Aktionen und Programme, wie etwa die Angebote auf der Seniorenmesse Aktivia, der Aktionstag "Bewegt Älter werden" oder "Sport im Park".

Welche Entwicklung beobachten Sie beim WMTV ?

Lukosch Wir haben natürlich Mitglieder durch den Weggang der Fecht- und Basketballabteilung sowie der Radsportler verloren. Zieht man allerdings die Zahlen der letzten zehn Jahre heran, halten wir uns stabil bei rund 2400 Mitgliedern zu Jahresbeginn - ähnlich wie der OTV. Aber es ist angesichts von Konkurrenzangeboten, etwa durch Fitnessstudios, generell schwieriger geworden, Mitgliederzahlen zu halten.

Welche Möglichkeiten gibt es, mehr Menschen an die Vereine heranzuführen ?

Lukosch Bei uns startet am letzten Mittwoch im August die Aktion "Allgemeines Trainigs-Programm", die vom Landessportbund bezahlt wird. Deren Ziel ist es, im Rahmen eines zwölfwöchigen Kurses, Menschen an Bewegung heranzuführen, ohne dass sie Mitglieder werden müssen. Zudem ist es wichtig, dass man als Verein flexiblere Trainingszeiten anbietet, die an die Bedürfnisse der Berufstätigen angepasst sind. Der WMTV hat sich zudem auf Aktivitäten für die Generation 60 plus spezialisiert. In diesen Jahrgängen kommen zu zwei Dritteln Frauen zu uns, weil die Männer oft nicht mehr den Bezug zum Sport finden. Ende des Jahres treffen wir uns im Verein zu einer Klausurtagung und sprechen darüber, was wir noch verbessern können.

Wie erreichen Sie Menschen mit Migrationshintergrund ?

Lukosch Da muss man unterscheiden: An die vor kurzem Geflüchteten heranzukommen, ist schwierig. Um sich dieser Gruppe anzunehmen, haben die Vereine mit der Stadt und dem Sportbund das Tandem-Projekt mit jungen Menschen im Bundesfreiwilligendienst durchgeführt, das im August ausläuft. Bei anderen Bürgern mit Migrationshintergrund gibt es kein Problem, sie zum Vereinssport zu bringen.

ALEXANDER RIEDEL FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
 
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