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Volleyball
Volleys drängen auf frühere Entscheidung

Volleyball: Volleys drängen auf frühere Entscheidung
Tom Julius, genannt "TJ", Werscheck führt bei den Volleys derzeit Regie - von ihm profitiert nicht nur Toni Mester (hinten links). FOTO: Köhlen (Archiv)
Solingen. Fünf Tiebreaks hat der Zweitligist in dieser Saison absolviert, alle hat er gewonnnen. Doch morgen in Delbrück soll es schneller gehen. Von Sonja Bick

Das spielfreie Wochenende haben die Solingen Volleys genutzt, um neue Kraft zu tanken. Diese werden sie auch dringend brauchen. Denn in den letzten vier Saisonspielen wird sich entscheiden, ob ihnen der Sprung in die Erste Liga gelingt. Bernd Werscheck, Headcoach des Volleyball-Zweitligisten, hat sich auch erholt - auf seine Weise. Am Samstag feierte der Trainer seinen 55. Geburtstag, und zwar mit seiner Familie in Berlin. Neben dem Besuch des Udo-Lindenberg-Musicals und leckerem Essen stand für ihn auch ein Beachvolleyball-Workshop auf dem Geburtstagsprogramm. Und in diesen Stunden war die Rollenverteilung der Werschecks ganz klassisch geregelt: Sohn Tom-Julius, Zuspieler der Volleys, war sein Co-Trainer, seine Ehefrau und Tochter Lilli durften shoppen gehen. "Das Wochenende hat gut getan, aber jetzt geht es in den Endspurt", sagt Bernd Werscheck.

Das erste von vier ausstehenden Saisonspielen steigt morgen (18 Uhr) bei der DJK Delbrück. Und dabei geht es nicht nur darum, dem Trainer - und Maxi Ströbl, der heute 19 Jahre alt wird - ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk zu bereiten, sondern um Punkte im Aufstiegskampf. Denn nach wie vor sind die Volleys "nur" Zweiter. Der VC Bitterfeld-Wolfen steht mit einem Punkt mehr an der Spitze, hat aber auch eine Partie mehr absolviert. Werscheck: "Delbrücks Spielweise liegt uns nicht so, aber trotzdem fahren wir optimistisch dahin." Gewarnt sind die Solinger: Der Tabellensiebte verlangte dem Favoriten im Hinspiel alles ab, glich einen 0:2-Satzrückstand aus und gab sich erst im Tiebreak geschlagen.

Ohnehin haben die Volleys den fünften Satz in dieser Saison für sich entdeckt. Fünf Tiebreaks haben sie bereits absolviert, davon zuletzt drei in Folge. Das Negative daran: Statt drei Punkten wie für einen 3:0- oder 3:1-Sieg sind es bei einem 3:2 nur zwei Zähler. Das Positive: Die Volleys holten sich immer die zwei Punkte, weil sie alle fünf Tiebreaks gewannen. "Selbstverständlich wollen wir es gar nicht so weit kommen lassen und am liebsten in drei oder vier Sätzen alles klarmachen. Gegen Lindow beispielsweise hätte uns das auch gelingen müssen", sagt Bernd Werscheck rückblickend. "Trotzdem haben wir in dieser Saison den Vorteil, dass wir die nötige Klasse haben, zurückzukommen und den fünften Satz durchzuziehen", meint der Headcoach.

Der am Sprunggelenk verletzte Zuspieler Huib den Boer wird morgen noch nicht wieder helfen können. "Er trainiert zwar mit und geht immerhin schnell zum Ball. Bis er wieder spielen kann, dauert es aber noch ein wenig", beschreibt sein Trainer den gesundheitlichen Zustand des 34-Jährigen. "Aber ich bin optimistisch, dass er in dieser Saison noch eingreifen kann." So lange wird sein Sohn Tom-Julius "TJ" weiterhin als Zuspieler die Regie übernehmen. Und dass Vater und Sohnemann auf und neben dem Feld ein gutes Team sind, haben die beiden ja am vergangenen Samstag in Berlin bereits bewiesen.

Quelle: RP
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