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Volleyball
Volleys kämpfen sich in Schüttorf zum Sieg

Volleyball: Volleys kämpfen sich in Schüttorf zum Sieg
Lennart Bevers wurde in Schüttrof zum besten Spieler des siegreichen Teams gewählt: Der Libero überzeugte bei den Volleys vollauf. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Der Spitzenreiter der 2. Volleyball-Bundesliga hält sich schadlos, muss aber für den 3:1-Sieg hart arbeiten. Nun steht der Highlight-Monat an. Von Georg Amend

Am Ende ging es schnell, aber bis der 3:1 (28:26, 22:25, 24:26, 25:21)-Sieg der Solingen Volleys beim FC Schüttorf unter Dach und Fach war, war es ein hartes Stück Arbeit. Das Team von Trainer Bernd Werscheck gewann zwei Sätze erst in der Verlängerung, die Gastgeber boten dem Spitzenreiter der zweiten Volleyball-Bundesliga ernsthaft Paroli. "Das war wirklich richtig schwierig", berichtete Werscheck. "Das war eine ganz harte Geschichte. Wir mussten alles geben, um hier zu gewinnen, auch, weil Schüttorf richtig gut gespielt hat. Kompliment."

Mit seinem eigenen Team war der Headcoach weniger zufrieden. "Wir haben viele, viele Fehler gemacht, gerade im Angriff", haderte Werscheck. Das schlug sich auch im Ergebnis nieder, im ersten Satz lagen die Volleys zeitweise mit sechs Punkten im Hintertreffen. "Wir haben aber einen großen Kampf gezeigt", zeigte sich der Trainer versöhnlich. "Wir haben in diesem ersten Satz nur ein Mal geführt - das war zum 27:26." Den nächsten Punkt markierten ebenfalls die Solinger, bei denen der eingewechselte Tom-Julius Werscheck mit zwei guten Aufschlägen in dieser Phase überzeugte, und holten sich so den ersten Satz. "Das war sicher ein wenig glücklich", gab Bernd Werscheck unumwunden zu.

Im zweiten Durchgang wollte aber so gar nicht viel passen. "Da waren wir nicht aggressiv genug, in dieser Phase war es kein gutes Spiel von uns. Das lag aber auch an den Schüttorfern, die da auch sehr gut waren", meinte der Trainer, der den Satzausgleich beobachten musste. Im dritten Durchgang hatten sich die Gäste dann scheinbar wieder gefangen. "Das war eine klare Sache", meinte Werscheck. "Zumindest am Anfang. Wir lagen die ganze Zeit vorne, zwischendurch mit sechs, sieben Punkten - und plötzlich führt wieder der Gegner." Kopfschüttelnd brachte der Volleys-Coach daraufhin für Daniel Wernitz Maximilian Ströbl, die Maßnahme griff und so fuhren die Solinger den dritten Satz ein - die Vorentscheidung. "Der vierte war am Anfang ein bisschen zäh, aber am Ende lief es. Wir haben keinen Schönheitspreis gewonnen, aber Kämpferherz gezeigt. Das ist auch wichtig. Gut, dass wir mal durchs Feuer gegangen sind", fasste Werscheck zusammen.

Zum "MVP", dem besten Spieler des siegreichen Teams, wurde Libero Lennart Bevers gewählt - zu Recht, wie sein Trainer fand. Er lobte zudem noch seine erfahrenen Akteure Huib den Boer und Oliver Gies, der "die wichtigen, entscheidenden Punkte gemacht hat. Da konnten wir uns auf ihn verlassen. Das war Gold wert für uns".

Am kommenden Wochenende haben die Volleys spielfrei. "Das ist auch gut so", bekundete Werscheck. "Da können wir uns vorbereiten auf den Highlight-Monat Februar, wenn all die Gegner zu uns kommen." Denn nun stehen gleich vier Heimspiele in Folge an, besonders heiß sind die Solinger auf die Begegnung mit dem VC Bitterfeld-Wolfen: Der Tabellenzweite soll dann in der Wittkulle möglichst in die Schranken gewiesen werden, was im Aufstiegsrennen vorentscheidend sein dürfte. "Das ist das Highlight am 14. Februar", meinte Werscheck. "Also Valentinstag. Das Spiel wird sicher auch was für's Herz. Daher: Alle Frauen einpacken und zu uns kommen", ergänzte der Trainer launig. Die Stimmung war nach dem hart erarbeiteten und erkämpften Sieg gestern Abend in Schüttrof also bestens.

Quelle: RP
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