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Volleyball
Volleys stehen vor weiteren Verpflichtungen

Solingen. Morgen gibt es den Medizincheck, danach sollen Horn und Marks beim Erstligisten unterschreiben. Von Sonja Bick

Es war eine ungewohnte Situation für Christian Gosmann und Dirk Pietzonka. Diagonalangreifer und Mittelblocker der Solingen Volleys waren auf dem Feld zwischenzeitlich die ältesten Akteure - und das mit gerade mal 24 Jahren. "Sonst sind wir ja oft die Jüngsten", sagte Gosmann, der nach seiner Schulter-OP langsam wieder zu seiner alten Form findet, nach dem 2:1-Sieg im Testspiel gegen den Moerser SC.

Neben Libero Lennart Bevers (23) hatte Headcoach Arno van Solkema Maximilian Ströbl (19), der seit der Vorsaison für die Volleys spielt, auf die Platte geschickt. Hinzu kamen in Christoph Marks und Maximilian Horn zwei Spieler, die die Volleys gerne unter Vertrag nehmen wollen. "Am Mittwoch wird unser Mannschaftsarzt Dr. Robert Weindl mit allen Spielern einen Medizincheck machen und auch die potenziellen Neuzugänge final beurteilen", sagte Manager Helmut Weissenbach. Sei das Urteil positiv, stehe einer Verpflichtung nichts im Weg.

Gerade im Fall Marks spricht allerdings alles dafür, dass er für die Volleys spielen wird. "So weit, dass er mit seinen ganzen Sachen hier ist", antwortete Weissenbach auf die Frage, wie weit die Verpflichtung des 19-Jährigen fortgeschritten sei. Er trainiert seit einer Woche bei den Volleys mit und wohnt beim bislang einzig fixen Zugang Oskar Klinger in Duisburg. Marks ist 1,98 Meter groß, Außenangreifer, kann aber auch auf anderen Positionen spielen. Sein Heimatverein ist der Schweriner SC, der Jugend-Nationalspieler stand aber auch schon beim VCO Berlin und SV Lindow-Gransee unter Vertrag. Mit dem Abitur in der Tasche möchte er nun im Profi-Volleyball Fuß fassen.

Auf der Suche nach einem zweiten Zuspieler nach Huib den Boer scheinen die Volleys ebenfalls fündig geworden zu sein. Seit Freitag trainiert Horn in Solingen mit. Ursprünglich kommt der 20-Jährige aus Bayern vom TSV Mühldorf und besuchte das Volleyball-Internat in Kempfenhausen. Hier finden sich nach dem identischen Vornamen zwei weitere Parallelen zu Maximilian Ströbl, der ebenfalls in Kempfenhausen war und im Sommer mit der U 20 des TSV Mühldorf die Deutsche Vize-Meisterschaft feierte. Horn war Kapitän des VCO Berlin, konzentrierte sich in der vergangenen Saison allerdings auf sein Studium. "Er macht einen guten Eindruck und überzeugt mit Spielwitz", sagte Weissenbach.

Auch in Sachen Vertragsverlängerung von Toni Mester sollen morgen die finalen Verhandlungen stattfinden und eine Entscheidung getroffen werden. Bei Ziga Zupanc wird es sich wohl noch ein wenig hinziehen. Mit dem Slowenen habe man sich zwar soweit geeinigt, sagt Weissenbach, nun müsse das offizielle Transferverfahren in Gang gebracht werden: "Wenn drei Verbände mit ins Boot geholt werden müssen, ist eine Verpflichtung nicht ganz so einfach. Der deutsche, der slowenische sowie der Welt-Verband müssen zustimmen." Derzeit werde noch über finanzielle Angelegenheiten verhandelt. Man sei aber zuversichtlich, dass der 28-Jährige - wie bei allen ausländischen Spielern üblich - am 15. Oktober seine Spielberechtigung erhalte.

Klappt es mit den Verpflichtungen, haben die Volleys zwölf Spieler im Kader. Ein Diagonalangreifer fehlte da noch, aber an dem, versichert der Manager, sei man dran.

Quelle: RP
 
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