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Volleyball
Volleys wollen im Derby gegen Essen Revanche

Volleyball: Volleys wollen im Derby gegen Essen Revanche
Routinier Huib den Boer könnte im Derby gegen Humann Essen sein Comeback geben: Der Zuspieler hat seine Fußverletzung nahezu auskuriert. FOTO: MAk (Archiv)
Solingen. Der Zweitliga-Spitzenreiter hat in dieser Saison erst ein Mal verloren - am Sonntag kann er zeigen, dass das nur ein Ausrutscher war. Von Sonja Bick

20 von 21 Saisonspielen haben die Solingen Volleys gewonnen. Eine herausragende Bilanz. Wäre der 28. November 2015 nicht gewesen, würde diese Statistik sogar noch besser aussehen. Denn an dem besagten Samstag des vergangenen Jahres verlor der Zweitliga-Spitzenreiter bei VV Humann Essen mit 1:3 und blieb so das einzige Mal in dieser Saison ohne Punkte. "Gott sei Dank haben wir am Sonntag die Chance, das wieder gutzumachen und zu zeigen, dass das nur ein Ausrutscher war", sagt Volleys-Headcoach Bernd Werscheck. Seine Truppe ist aber nicht nur heiß auf die Revanche, sondern auch aufgrund anderer Tatsachen top-motiviert, erklärt der Trainer: "Das vergangene Wochenende hat alle beflügelt. Wir gehen als Tabellenführer ins Spiel, haben unser letztes Heimspiel, und das ist ausgerechnet auch noch das Derby gegen Essen."

Dass die Volleys trotz eines Spiels weniger wieder an der Spitze der Nord-Staffel stehen, haben sie dem FC Schüttorf zu verdanken, der dem Aufstiegskonkurrenten VC Bitterfeld-Wolfen einen Punkt abknöpfte. "Insgeheim habe ich darauf gehofft, dass es so laufen könnte", sagt Werscheck und rechnet vor: "Wir müssen in den letzten drei Saisonspielen sechs von neun Punkten holen, dann steigen wir auf." Am liebsten sollen die ersten drei davon bereits gegen Essen eingefahren werden, um am nächsten Sonntag in Bocholt den Aufstieg feiern zu können. Dann könnte man auf eine mögliche Zitterpartie nach der Osterpause in Aligse (2. April) verzichten.

Während auf den Meistertitel noch mindestens eine Woche gewartet werden muss, könnte die Mannschaft um Kapitän Oliver Gies ein Saisonziel bereits am Sonntag erreichen: "Es war unser erklärtes Ziel, zu Hause alle Spiele zu gewinnen", sagt Bernd Werscheck. Dazu müsste so ziemlich alles besser laufen als im Hinspiel gegen Essen, weiß der 55-Jährige: "Humann war sehr gut, wir haben hingegen nie ins Spiel gefunden", erklärt der Headcoach vor der Partie gegen den Tabellenfünften.

Wieder ins Geschehen eingreifen könnte womöglich Zuspieler Huib den Boer, der sich Anfang Februar am Sprunggelenk verletzt hatte. "Er humpelt nicht mehr, sondern läuft und springt im Training sogar ab und zu wieder", sagt sein Trainer, der aber erst am Sonntag gemeinsam mit dem 34-Jährigen entscheiden wird, ob ein Einsatz sinnvoll ist. Wenn nicht, wissen die Volleys mittlerweile, dass sie Tom-Julius Werscheck, genannt TJ, zu 100 Prozent vertrauen können. Weil Routinier den Boer bereits im Dezember verletzt passen musste, hat der Sohn des Trainers in dieser Saison einige Spiele absolviert. Heute wird er 23 Jahre alt - gefeiert wird wohl eher nicht. "Ein Geburtstag ist kein Grund, nicht zum Training zu kommen", sagt sein Trainer-Vater. "Heute ist Training, und TJ bekommt nicht frei." So viel Disziplin und Einsatz sollte doch mit einem Derbysieg belohnt werden.

Quelle: RP
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