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Lokalsport
Vor dem Allstar-Spaß wartet auf die Alligators die Pflicht

Solingen. Morgen tritt der Baseball-Bundesligist zum Nachholspiel in Hamburg an, am Sonntag ist ein Trio schon wieder in Mannheim aktiv. Von Thomas Rademacher

Eigentlich hätte es ein entspanntes Wochenende sein sollen in der Baseball-Bundesliga. Das Allstar-Game in Mannheim steht am Sonntag auf dem Programm. Doch für die nominierten Spieler der Solingen Alligators wird es besonders anstrengend. Sie müssen morgen zum Nachholspiel nach Hamburg und reisen am Abend mit dem Zug in den Süden zum Allstar-Game, bei dem die Besten der Liga auf die deutsche Nationalmannschaft treffen. Von den Alligators sind André Hughes, Tanner Leighton und Trainer Norman Eberhardt mit dabei.

Eine wahre Freude sei es deshalb nicht, im Vorfeld noch die Tour nach Hamburg antreten zu müssen, findet Eberhardt. "Aber was sollen wir machen? Das Spiel muss ja nachgeholt werden." Vor drei Wochen war die erste Partie der Stealers gegen die Alligators im siebten Durchgang wegen starken Regens abgebrochen worden. Der Sieg ging an die Hanseaten, doch das zweite Duell konnte nicht mehr ausgetragen werden. "Mir ist wichtig, dass wir vernünftig auftreten und beweisen, dass wir besser sind als die Stealers", sagt der Coach. "Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Hamburger gut aufgerüstet haben und inzwischen kaum noch deutsche Spieler auf dem Platz stehen haben."

Der Alligators-Kader ist allerdings vor der Aufgabe im Norden der Republik ein wenig ausgedünnt. Sascha Steffens und Co-Trainer Mehmet Alkan hatten bereits vor Monaten an dem eigentlich freien Wochenende private Aktivitäten geplant. Sascha Brockmeyer ist beruflich verhindert. "Damit haben andere die Gelegenheit, sich zu beweisen", betont Eberhardt, der mit Tanner Leighton, Markus Stryczek und Florian Götze im Outfield plant. Dafür geht Nils Hartkopf an die eigentlich von Leighton besetzte zweite Base. Joe Weidemann kommt als Designated Hitter, also als der Spieler, der anstatt des Pitchers an den Schlag geht, zum Einsatz.

Während die Solinger die Stealers besiegen wollen, schielen sie natürlich mit einem Auge nach Bonn. Denn dort treffen die Capitals auf die Paderborn Untouchables. "Klar hoffen wir, dass die Bonner noch brutal einbrechen und uns damit zum Nordmeister machen, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering", weiß der Coach. Die Capitals müssten in ihren letzten vier Partien noch zwei Mal verlieren, um vom ersten Platz der Bundesliga-Nord noch verdrängt werden zu können.

Wenn der Ernst in Hamburg vorbei ist, steht am Sonntag in Mannheim der entspannte Teil auf dem Programm. Eberhardt fungiert als Trainer des Deutschen Meisters automatisch als Coach der Bundesliga-Allstars im Spiel gegen die deutsche Nationalmannschaft. Die Nominierung lief allerdings nicht glatt. "Ich musste zahlreiche Spieler nachnominieren, weil einige keine Zeit hatten", erläutert der 39-Jährige. "Außerdem wäre es mir lieber, ganz frei auswählen zu können." Nach derzeitigem Muster ist es so, dass von jedem Bundesliga-Team genau ein Baseballer gewählt werden muss. "Damit sind einige nicht dabei, die es verdient gehabt hätten." Von seinen Alligators wählte Eberhardt Tanner Leighton aus, André Hughes ist als Werfer für Team Deutschland mit dabei. Eberhardt: "Es ist mein drittes Allstar-Game. Ich habe zwei Mal gewonnen, und will auch beim dritten Mal als Sieger das Feld verlassen." Ein bisschen Ehrgeiz ist für den Solinger Trainer also schon mit dabei.

Quelle: RP
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