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Warten auf Gero

Tennis: Warten auf Gero
Gero Kretschmer schlägt derzeit noch im Doppel-Finale in Bangkok auf, will aber morgen in Solingen sein. FOTO: mak (Archiv)
Solingen. Der Topspieler des Solinger TC, Kretschmer mit Nachnamen, will morgen am Widdert spielen. Aktuell ist er in Thailand. Von Georg Amend

Herren, Niederrheinliga: Solinger TC - TV Osterath (morgen, 12 Uhr, Widdert). Schafft er es oder schafft er es nicht? Diese Frage stellt sich nicht nur Trainer Karsten Saniter beim Solinger Tennis-Club in Bezug auf Gero Kretschmer. Der Spitzenspieler hat zwar signalisiert, dass er unbedingt im Heimspiel gegen Osterath auflaufen möchte, allerdings tat er das aus weiter Ferne kund. Denn aktuell befindet sich Kretschmer in Thailand, wo er mit seinem Partner Alexander Satschko das heutige Finale der Doppelkonkurrenz des Challenger-Turnieres in Bangkok erreicht hat (siehe Info-Kasten). Sollte der Solinger Ausnahmespieler dann rechtzeitig ins Flugzeug kommen, würde er heute Abend in Deutschland landen. Vorausgesetzt, es gibt keine Verzögerungen, bliebe dann nur noch die Frage, in welcher Verfassung er morgen Mittag in die Halle käme - ein Jetlag nach einem Thailand-Aufenthalt ist jedenfalls nicht zu unterschätzen.

Sein Einsatz wäre für das punktlose Schlusslicht der Niederrheinliga in jedem Fall äußerst wichtig. Nicht nur, dass er in seinem Einzel "favorisiert" wäre, wie Saniter sagt, auch wenn er aufgrund von Jetlag und der Umstellung von draußen nach drinnen "Probleme kriegen könnte", sondern auch, weil sich insgesamt die personelle Situation mit Kretschmer verändern würde. Bislang setzt der STC sicher auf Karlson Wegner und Marco Tesanovic, sollte der Spitzenspieler hinzukommen, müsste Saniter nur noch eine vakante Position besetzen - ohne ihn sind es zwei. Und schon die eine ist schwierig, denn: "Ich muss auch unsere zweite Mannschaft unterstützen, die in Abstiegsgefahr ist. Wenn ein Spieler zwei Spiele bei einer höheren Mannschaft gemacht hat, ist er festgespielt. Das wäre zum Beispiel bei Malte Kippenhahn der Fall, wenn er bei uns spielen würde. Ich würde ihn gerne bringen, auch, weil er es sich verdient hat, aber dann wäre er festgespielt. Mit Gero gäbe es vielleicht noch eine andere Option", erklärt Saniter, der die Chancen gegen Osterath ebenfalls vom Mitwirken seines Topspielers abhängig machen muss: "Es wird in jedem Fall enger als die anderen Spiele. Wenn sie so kommen wie zuletzt, ist mit Gero sicher ein Unentschieden drin. Ein 4:2 wäre riesig. Da würde ich drei Luftsprünge machen." Solange heißt es aber für ihn und den STC warten - nicht auf Godot, aber auf Gero.

Damen, 2. Verbandsliga: Solinger TC - TC Bredeney III (heute, 15 Uhr, Widdert). Die Einschätzung des Kontrahenten fällt Katharina Jacob nicht schwer: "Das ist der erste ernste Gegner, den wir in dieser Saison haben", sagt die spielende Sportliche Leiterin des STC, der souverän die Tabelle anführt und zuletzt auch den eigentlich stärker eingeschätzten Gladbacher HTC II mit 6:0 vom Teppich gefegt hat. "Die waren unverhofft schwach gekommen, weil deren erste Mannschaft parallel ein Spiel hatte", erinnert Jacob. "Aber Bredeney ist eine dritte Mannschaft, die haben so viele Spielerinnen, da kann alles passieren. Wir müssen schauen, wie sie kommen." Sie selbst lässt sich auch nicht ganz in die Karten blicken: "Ich spiele und Marcella Koek auch. Ansonsten setzen wir auf einen Mix aus Erfahrung und Jugend." Verzocken will sich Jacob im Aufstiegskampf aber nicht, denn sie weiß: "Bredeney ist mit dem TC Rheinstadion unser ärgster Konkurrent. Am besten gewinnen wir jetzt gegen Bredeney, dann reicht uns gegen Rheinstadion ein Unentschieden. Abschlachten werden wir Bredeney sicher nicht, aber wir sehen uns als Tabellenführer in der Favoritenstellung. Es werden attraktive Spiele."

Quelle: RP
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