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Lokalsport
Wasserballer müssen und dürfen zu Hause bleiben

Solingen. SGW Solingen/Wuppertal - Bayer Uerdingen II 18:7 (3:2, 5:0, 7:3, 3:2). Mit einem Rumpfkader setzte sich die Bergische Wasserball-Startgemeinschaft im letzten Saisonspiel der Zweiten Liga gegen die Reserve von Bayer Uerdingen durch. Steffen Ingignoli wollte sich die Partie im Vereinsfreibad Bendahl eigentlich nur ansehen, doch Trainer Tim Focke hatte noch so viel Platz im Kader, dass er den Routinier spontan fragte, ob er seine Badehose dabei habe. "Er hatte sich zwar gerade eine Currywurst mit Pommes und Mayo bestellt, ist dann aber doch ins Wasser gegangen", sagte der Coach.

Trotz des kleinen Kaders hatten die Gastgeber keine Mühe, sich durchzusetzen. Die SGW stellte durch Treffer von Christian Offermann, Bohumil Ondraska, Lars Hebbecker, Ingignoli und Corvin Stiebing im zweiten Viertel das Ergebnis auf 8:2 und konnte die Partie danach locker zu Ende bringen. Ondraska und Hebbecker schraubten ihr Torekonto bis zum Schlusspfiff auf je fünf erfolgreiche Abschlüsse herauf. Die SGW gewann 18:7.

"Es war ein schönes letztes Spiel", meinte Focke. Beim Aufstiegsturnier zur Bundesliga wird die Mannschaft jedoch nicht dabei sein. Zeitgleich gewann auch der SV BW Bochum seine letzte Partie und hielt damit den zweiten Platz vor den Bergischen. "Wir sehen es mit einem lachenden und einem weinenden Auge", erläuterte Focke. "Bochum will aufsteigen, bei uns stimmen die Voraussetzungen noch nicht. Der Aufwand in der Ersten Liga ist einfach größer - sowohl zeitlich für die Spieler als auch finanziell für den Verein. So weit sind wir noch nicht." Focke hat Erfahrung in dem Bereich. "Es gibt genug Beispiele von Mannschaften, die aufgestiegen sind, danach aber Woche für Woche untergegangen sind. Das will ja auch keiner." Insofern hält sich die Enttäuschung über die verpasste Chance also auch in Grenzen.

Für Tim Focke war es das vorerst letzte Spiel bei seinem Heimatverein. Der Trainer wechselt in die Bundesliga zu Bayer Uerdingen. "Dort geht es aber auch nicht darum, die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen, sondern nachhaltig und professionell zu arbeiten, um den Abstand zu den absoluten Topteams zu verringern", sagt der Trainer, der der SGW nicht den Rücken kehrt. Sein Spielerpass bleibt im Bergischen. "Wenn es passt, möchte ich in der Reserve aushelfen."

(trd)
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