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Klingensport-Talk
Weissenbach: „Solingen – hier lebe ich, und hier sterbe ich“

Klingensport-Talk: Weissenbach: „Solingen – hier lebe ich, und hier sterbe ich“
Gute Stimmung im Bistro Pfaffenberg beim ersten Klingensport-Talk (von links): Helmut Weissenbach, Norman Eberhardt und Sascha Staat. FOTO: Stephan K�hlen
Solingen. Die Premiere des "Klingensport-Talk" mit Sascha Staat und den Gästen Norman Eberhardt und Helmut Weissenbach war gelungen. Von Thomas Rademacher

Die Stimmung war bestens beim ersten "Klingensport-Talk" im Restaurant Pfaffenberg. Etwa 60 geladene Gäste aus der Solinger Sport- und Lokalprominenz fühlten sich hörbar gut unterhalten, als das Gespräch zwischen Moderator Sascha Staat und seinen Gästen Helmut Weissenbach und Norman Eberhardt harmonierte. Der Manager der Solingen Volleys und der Ex-Spieler und -Trainer der Solingen Alligators redeten nicht nur über ihre Laufbahnen und die aktuelle Lage, sondern auch über die Klingenstadt an sich. Es war ein guter Mix, der bei seiner Premiere funktionierte und nur kleinere Schwächen bot.

Dass Staat nervös war, hatte er vor dem Talk zugegeben. Davon war dem Sportjournalisten während der Veranstaltung jedoch nichts mehr anzumerken. Souverän führte er durch die Runde, in der es aufgrund der Gäste um Volleyball und Baseball ging. "Angesichts der Tatsache, dass ich zum ersten Mal vor Publikum moderiert habe, war ich aufgrund des positiven Feedbacks sehr zufrieden, denn die Leute schienen Spaß gehabt zu haben", meinte der Moderator hinterher.

Gerade zum Ende war die neue Veranstaltung kurzweilig, als die Protagonisten über die Klingenstadt sinnierten. "Solingen", sagte Volleyball-Manager Weissenbach. "Hier lebe ich, und hier sterbe ich." Woraufhin Staat meinte, er hoffe, dass dies nicht so bald geschehen möge. Eberhardt hatte den Weyersberg als Ort genannt, an dem er sich am wohlsten fühle. Ob er denn auch dort sterben wolle? "Sterben möchte ich da nicht, nein", meinte der gebürtige Solinger. Mit dem Tod habe er sich auch noch nicht so auseinandergesetzt. "Ich bin etwas älter als du", entgegnete Weissenbach. Solche Dialoge, bei denen Moderator und Gäste spontan reagierten, waren die Höhepunkte des Abends.

Vor allem Eberhardt erwies sich als Stimmungskanone und lockerte das Gespräch immer wieder auf. Das heißt jedoch nicht, dass es nicht um ernste Themen ging. "Als Trainer hatte ich mehr Probleme mit der jüngeren Generation, die es nicht mehr gewohnt ist, dass man sich auch mal die Wahrheit ins Gesicht sagt", meinte Eberhardt über seine Zeit als Alligators-Coach. "Das läuft heute alles über WhatsApp", fügte Weissenbach an. Der Volleys-Macher verriet übrigens, dass er sich in seiner Rolle als Manager noch wohler als in der des Trainers oder Spielers fühle. "Es ist zufriedenstellender, weil man die Plattform für den Erfolg geliefert hat", sagte er. Die Volleys, die Ende Oktober ins Abenteuer Bundesliga starten, erfüllen Weissenbach freilich mit Stolz.

Wie sich der Manager die Saison vorstellt, warum Solingen ein guter Sport-Standort ist, und warum Eberhardt beim Quiz über die Klingenstadt mit 2:6 verloren hat, soll nun häppchenweise auch im Internet zu sehen sein. Denn die Veranstaltung wurde aufwendig mit drei Kameras gefilmt. "Die Technik ist noch optimierungsbedürftig", meinte Staat, denn beim Ton gab es zu Beginn noch Probleme. Gerne würde der Sportjournalist die Sendung etablieren, möglicherweise sogar online live übertragen. "Je nachdem, wie mögliche Geldgeber reagieren, werden wir es monatlich versuchen. Aber ich schließe auch eine Veranstaltung alle zwei Monate nicht aus, denn der organisatorische Aufwand ist nicht zu unterschätzen." Die erste Auflage wurde ausschließlich vom bekannten Solinger Unternehmer und Sponsor Michael Kölker finanziert. Das ist keine Dauerlösung. Die Qualität jedenfalls stimmte bei der Premiere.

 

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