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Volleyball
Werscheck ist wieder live dabei

Volleyball: Werscheck ist wieder live dabei
Zurück zur gewohnten Rollenverteilung bei den Volleys: Oliver Gies (links)auf der Platte, Trainer Bernd Werscheck an der Seitenlinie, und Daniel Wernitz beim Stellen des Balles. FOTO: Stephan Köhlen (Archiv)
Solingen. Der Zweitliga-Trainer ist von seinem Beachvolleyball-Camp auf Fuerteventura zurück und coacht die Volleys wieder. Von Sonja Bick

Mehr als 4000 Kilometer trennten die Solingen Volleys und ihren Headcoach am vergangenen Wochenende. Während der Volleyball-Zweitligist in Braunschweig um die ersten Punkte der neuen Saison kämpfte, leitete Bernd Werscheck auf Fuerteventura ein Beachvolleyball-Camp. Und so blieb ihm nur eine Möglichkeit, den Saisonauftakt seines Teams zu verfolgen: per Live-Ticker. "Nach dem Training habe ich ihn direkt angemacht", sagt der Coach. "Aber was ich da gesehen habe, war ganz gruselig, denn wir lagen 9:16 zurück."

Zu diesem Zeitpunkt hatte der 54-Jährige noch die vage Hoffnung, dass es sich um einen technischen Fehler handeln würde und seine Mannschaft eigentlich führte. "Als dann aber der erste Satz tatsächlich mit 14:25 verloren ging, war ich ein wenig entsetzt", sagt er rückblickend. "Aber ich habe ja zum Glück in Oliver Gies einen sehr guten Co-Trainer, der das wieder gerade gebogen hat. Ich bin sehr froh, dass wir keinen Punkt abgegeben haben."

So soll es nach Möglichkeit auch am Sonntag (16 Uhr) beim USC Magdeburg weitergehen. Und dort wird Bernd Werscheck, der seit Dienstag aus der Sonne zurück im verregneten Deutschland ist, wieder an der Seitenlinie stehen. Was ihn erwartet, weiß der erfahrene Trainer allerdings nicht. "Ich kenne Magdeburg nicht und habe wirklich keine Ahnung, was auf uns zukommt." Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen ist der USC gerade erst aus der Dritten Liga aufgestiegen. Zum anderen startet er gegen Solingen in die Saison - das vergangene Wochenende hatte er spielfrei. Werscheck: "Fest steht: Es wird eine tolle Stimmung herrschen, und sie werden hochmotiviert sein."

Wenn es nach dem Headcoach geht, dürfte seine Mannschaft ruhig von Beginn an überzeugen - anders als es in Braunschweig der Fall war. Nach verlorenem ersten Durchgang war Gies zu Umstellungen gezwungen, um dann doch noch mit 3:1 Sätzen zu gewinnen. Dabei spielten vor allem Christian Gosmann, der die Position tauschte, und der eingewechselte Svante Renzelmann eine wichtige Rolle. Letztgenannter ein wenig überraschend. Der 20-Jährige hatte in der vergangenen Saison fast ausschließlich Kurzeinsätze, jetzt spielte er fast drei Sätze lang. "Svante ist viel stabiler und besser geworden. Er hat seine Sache sehr gut gemacht", lobt Werscheck den jungen Außenangreifer. "Sein Trainingsfleiß hat sich gelohnt."

Von Gosmann, der in der vergangenen Spielzeit stets zu den besten Akteuren der Volleys gehörte und gegen Braunschweig laut Gies das "Spiel seines Lebens" machte, erwartet man eine überdurchschnittliche Leistung hingegen. Dabei ist der Angriffsspezialist auch gerade mal erst 23 Jahre alt. Er war gegen Braunschweig der entscheidende Mann, als er von der Außenposition auf die des Diagonalangreifers wechselte und fast jeden seiner Angriffe in Punkte verwandelte. "Toll, dass er nach der Beachsaison so schnell wieder in der Halle Fuß gefasst hat", sagt Werscheck, der sich freut, endlich wieder hautnah dabei zu sein - und nicht mehr in 4000 Kilometer Entfernung dem Live-Ticker vertrauen zu müssen.

Quelle: RP
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