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Volleyball
Werscheck und die Magie des Monats

Volleyball: Werscheck und die Magie des Monats
Beschwörend: Volleys-Trainer Bernd Werscheck (rechts) erklärt Thomas Stark seinen Plan - auch im "magischen Monat" ganz klassisch mit Klemmbrett, nicht mit dem Zauberstab. Der Spieler scheint die Hinweise zu verstehen. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Vier Heimspiele absolvieren die Volleys im Februar in Folge. Hier entscheidet sich, ob es in die Erste Liga geht. Von Sonja Bick

Lange wurde er herbeigesehnt, endlich ist er da: der "Magic Februar", wie Bernd Werscheck diesen Monat betitelt. Der Headcoach der Solingen Volleys freut sich auf die vier Heimspiele, die an den kommenden drei Wochenenden in der Wittkulle stattfinden werden. "In diesen vier Partien geht es um alles. Danach werden wir wissen, wo wir stehen und in welche Richtung es geht - in die Erste Liga oder ob wir in der Zweiten bleiben", sagt der 54-Jährige. Entsprechend hoch sei die Anspannung bei ihm, aber auch bei seiner Mannschaft. "Im Training war das Spiel Sechs gegen Sechs in dieser Woche deutlich aggressiver", sagt der Coach, und auch im Umgang mit seinen Spielern merkt er, dass Konzentration und Vorfreude von Tag zu Tag wachsen.

Das spielfreie Wochenende wurde zur Regeneration und zum Kraft tanken für die kommenden Aufgaben genutzt. "Das hat allen gut getan", sagt Werscheck. "Und außerdem gab es ja andere Sportarten, die uns sehr viel Freude bereitet haben." Wie Millionen anderer Sportfans auch hat der Volleyball-Trainer vor dem Fernseher mitgefiebert und sich über den Tennis-Grand-Slam-Titel von Angelique Kerber gefreut und einen Tag später den Sieg der deutschen Handballer bei der Europameisterschaft bejubelt.

Und jubeln wollen er und seine Spieler am Sonntagabend ebenfalls. Zu Gast sind ab 16 Uhr die TSV Giesen Grizzlys. Sie sind Sechster, jedoch punktgleich mit dem Vierten. Im Hinspiel gab es einen 3:0-Auswärtssieg für die Volleys. "Allerdings hat sich Giesen verstärkt", warnt Werscheck: Vom VC Bitterfeld-Wolfen wechselte Zuspieler Marcin Kapusniak zu den Niedersachsen. Auch Eugen Bakumovski, der 125 Mal für die deutsche Nationalmannschaft spielte, ist mittlerweile ein Teil des Teams von Trainer Vojkan Lazic. Läuft alles nach Plan, dürfen die "Jecken" unter den Volleys-Spielern am Sonntagabend nach dem Sieg in diverse Karnevalsfeierlichkeiten eintauchen. "Am Rosenmontag ist frei, am Dienstag aber wieder Training, und von da an liegt die absolute Konzentration auf dem Spitzenspiel gegen Bitterfeld", sagt der Headcoach.

Denn am 14. Februar, ebenfalls um 16 Uhr, ist der derzeitige Zweitliga-Spitzenreiter zu Gast. Der VC Bitterfeld-Wolfen hat im Gegensatz zu den Solingern am vergangenen Wochenende gespielt und nach dem 3:0-Sieg in Braunschweig die Tabellenführung übernommen. Mit einer Partie weniger sind die Volleys also nur noch Zweiter und haben aktuell einen Punkt Rückstand auf den VC. Das soll sich spätestens am 14. Februar wieder ändern. Dieses Spiel am Valentinstag soll das absolute Saisonhighlight werden, mit einem Sieg vor einer ausverkauften Halle - so erhoffen es sich die Verantwortlichen.

Den Abschluss des "magischen Februars" bildet ein Doppelspieltag am 20. (18.30 Uhr, SV Lindow-Gransee) und am 21. (16 Uhr, VCO Berlin). Und auch danach ist noch nicht Schluss mit den Feierlichkeiten im Februar. Am 27. Februar wird Werscheck 55 - und seinen Geburtstag wird der ehrgeizige Trainer wahrscheinlich nur genießen können, wenn er zuvor vier Siege gefeiert hat.

Quelle: RP
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