| 11.56 Uhr

Fußball
Wieder nur 45 Minuten

Wie schon gegen TuRU Düsseldorf überzeugte Union Solingen auch beim VfB Homberg im ersten Abschnitt mit einer konzentrierten Leistung. Zwei individuelle Fehler zu Beginn der zweiten Hälfte ermöglichten den Gastgebern dann innerhalb von fünf Minuten zwei Treffer und den Sieg. Von Michael Tesch

Die Ratlosigkeit war Trainer Mentor Dzemaili nach der 0:2-Niederlage beim VfB Homberg deutlich ins Gesicht geschrieben. "Ich weiß auch keine Antwort, warum wir – wie schon gegen TuRU Düsseldorf – in der zweiten Halbzeit so nachgelassen haben." Der Coach des Fußball-Niederrheinligisten nahm es mit Galgenhumor: "Vielleicht muss ich meine Taktik ändern und die Jungs in der Pause nicht mehr für ihr gutes Spiel loben". Wie schon gegen Düsseldorf waren die Solinger auch dem Spitzenteam aus Duisburg im ersten Abschnitt ebenbürtig. Die Mannschaft hängte sich rein und stand nicht nur hinten sicher, sondern sie spielte sich in den ersten 45 Minuten auch drei sehr gute Tormöglichkeiten heraus. Doch weder Momo Laazizi (5.), Stephan Heller (9.) noch Sascha Meier (13.) hatten im Abschluss das nötige Quäntchen Glück.

Dzemaili hatte seine Elf im Vergleich zum TuRU-Spiel auf drei Positionen umgestellt. Heller stand wieder neben Enrico Kowski in der Innenverteidigung, Boris Pesic und Laazizi sollten auf dem Kunstrasen-Nebenplatz des PCC-Stadions (der Rasenplatz war nicht bespielbar) nach vorne für mehr Durchschlagskraft sorgen. Die Rechnung schien aufzugehen, denn es entwickelte sich ein offenes Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. "Die Union hat die Räume so geschickt zugemacht, dass wir nicht zum Fußballspielen gekommen sind", lobte VfB-Trainer Günter Abel den Auftritt der Solinger in der ersten Halbzeit.

Nach dem Wiederanpfiff reichten den Hombergern fünf Minuten, um die Begegnung mit zwei Treffern zu entscheiden. Und bei beiden Toren leisteten die Solinger Schützenhilfe. Ein Stockfehler im Mittelfeld von Laazizi nutzte Sunay Acar zu einem langen Ball in den Solinger Strafraum. Torhüter Daniel Galic zögerte mit dem Herauslaufen und Almir Sogolj (50.) hatte wenig Mühe, das 1:0 zu erzielen. "Da hätte Galic raus gemusst", erklärte Dzemaili. Dieser Einschätzung widersprach sein Co-Trainer Hafiz Balija: "An diesen Ball wäre Galic nicht dran gekommen."

Keine Tormöglichkeit mehr

Keine fünf Minuten später nutzte Sogolj einen zu kurzen Querpass von Dominik Montag zum 2:0. Zwar konnte Galic den ersten Versuch des Homberger Torjägers noch abwehren, aber gegen seinen Nachschuss war der Union-Keeper machtlos. Dzemaili stellte anschließend auf Dreierkette um, brachte zudem mit Richard Beerbaum einen weiteren Angreifer. Doch eine echte Tormöglichkeit konnten sich die Gäste trotzdem nicht mehr herausspielen. Als die Union alles nach vorne warf, erlaubte sich der bereits Gelb verwarnte Montag ein weiteres Foulspiel (78.) , womit der Arbeitstag des linken Verteidigers beendet war – wie auch die Hoffung der Union auf den Anschlusstreffer. Das sah auch Dzemaili so, der anschließend wieder auf Viererkette umstellte.

Quelle: RP
 
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