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Lokalsport
Willems zeigt nach Satzverlust Nerven

Solingen. Der Solinger TC hatte beim Club an der Alster Hamburg schon nach den Einzeln keine Chance mehr. Mit 1:5 lagen die Tennisspieler von Trainer Karsten Saniter hinten und mussten sich letztlich mit 1:8 geschlagen geben. Von Thomas Rademacher

Etwas mitnehmen wollte der Solinger TC beim Club an der Alster Hamburg - zumindest, wenn es gut läuft. Schließlich sind die Hanseaten nominell etwas schwächer besetzt als der TK Blau-Weiß Aachen, dem die Widderter am vergangenen Sonntag so überzeugend Paroli geboten hatten. Doch das Vorhaben misslang. Fünf der sechs Einzel gingen verloren, weshalb das Duell schon vor den Doppel zu Gunsten der Gastgeber entschieden war.

Kein Grund zur Panik für Karsten Saniter. "Ich muss im Vorfeld ja mit allem rechnen", erläuterte der STC-Trainer. "Dass es so ausgehen könnte, war mir klar. Wir müssen einfach aus den Dingen lernen." Damit spielte der Coach auch auf Johann Willems an, der das Spitzenmatch gegen Jaroslav Pospisil bestritt. Die Solinger Nummer Eins agierte zeitweise überragend gegen den Tschechen und führte bereits mit 4:2 und 5:4. "Aber dann ist es ähnlich gelaufen wie am vergangenen Wochenende in Solingen. Er hat ein paar Punkte verloren, weil der Gegner gut gespielt hat, und die Enttäuschung nicht verkraftet", sagte Saniter.

Willems gab den ersten Satz mit 5:7 ab und fiel in ein Loch. Der 20-Jährige fand seine Nerven nicht wieder, so dass der zweite Durchgang klar mit 1:6 verloren ging. "Es ist schade, weil er so stark begonnen hat", meinte der Trainer. Letztlich sei dies noch der kleine Unterschied, den ein so guter Gegner in der entscheidenden Phase besser ist.

Unglücklich lief es auch für Torben Michaelis. Die Nummer vier der Solinger STC-Setzliste holte sich gegen Tobias Hinzmann den ersten Satz mit 6:4, verlor im zweiten aber seinen Rhythmus. Der Durchgang war schnell mit 0:6 weg, so dass der Champions-Tiebreak entscheiden musste. Hier schien Michaelis die Oberhand zu gewinnen. Oft führte der Widderter mit drei Punkten. Beim 8:5 fehlten ihm nur noch zwei Zähler zum Matchgewinn. "Er hat den Vorsprung leider nichts ins Ziel gebracht", berichtete Saniter. "Aber es war ein hochklassiges Match. Sowas kann passieren." Hinzmann trumpfte groß auf und sicherte sich vier Punkte in Folge. Den ersten Matchball wehrte Michaelis zwar nach einer langen Rallye noch ab, aber zwei Punkte später war der Widerstand dann gebrochen.

Nick van der Meer, Nico Mertens und Marco Tesanovic steckten recht klare Niederlagen ein. Van der Meer hielt zwar im ersten Satz gegen den Brasilianer Pedro Sakamoto gut dagegen, musste aber dennoch mit 5:7 und 2:6 die Segel streichen. Jeweils nur vier Spiele im gesamten Match schafften Mertens und Tesanovic, die es gegen Aachen noch beide in den Champions-Tiebreak, der anstelle eines entscheidenden dritten Satzes ausgeragen wird, gebracht hatten.

Nur ein STC-Spieler hielt die Solinger Fahne hoch. Gero Kretschmer knüpfte an seine starke Leistung des ersten Spieltags an und gewann auch an Alster gegen Philipp Hammer nach zwei umkämpften Sätzen mit 7:5 und 6:4. Das half der Mannschaft freilich nicht mehr, weil durch den 1:5-Rückstand nach den Einzeln das Gesamtduell nicht mehr zu gewinnen war. "Trotzdem wollten wir in den Doppeln noch mal Selbstvertrauen tanken", sagte Saniter. "Die können schließlich schon bald entscheidend sein." Doch in Hamburg sprang nichts Zählbares mehr heraus. Alle Doppel gingen verloren. Die Gesamtniederlage wird der STC verkraften. "Wenn bei uns nicht alles passt, werden wir eher verlieren. Das gilt bei uns in dieser Saison eigentlich immer. Heute hat eben nicht alles gepasst", stellte der Coach klar.

Quelle: RP
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