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Lokalsport
Zwei bittere Verluste für den Solinger Football-Regionalligisten

Solingen. Beim 13:24 gegen die Aachen Vampires mussten die Paladins nicht nur die Pleite verkraften, sondern auch einen Schwerverletzten.

So viel wie gegen Remscheid Amboss war gegen die Aachen Vampires im Walder Stadion nicht los. Doch die Solingen Paladins begrüßten trotz des mäßigen Wetters 553 Zuschauer. Was diese zu sehen bekamen, sorgte aber kaum für Begeisterung. Die Regionalliga-Footballer blieben weit hinter den Erwartungen zurück und mussten sich letztlich klar gegen eine Mannschaft geschlagen geben, die sie gerne in der Tabelle hinter sich gelassen hätten. Für einen Schock sorgte die Verletzung von Sebastian Wans in der ersten Halbzeit.

Nachdem die Solinger den ersten Aachener Angriff abgewehrt hatten und die Gäste mit dem Versuch eines Field-Goals (Schuss zwischen die Torstangen) scheiterten, arbeiteten sich die Paladins über das gesamte Feld. Der wieder genesene Marvin Leimküller fegte mit dem Ei durch die Abwehrreihen und brachte seine Mannschaft so bis auf 30 Meter an die Endzone heran. Doch dann passierte es. Sebastian Wans wurde von zwei Gegenspielern so übel in die Mangel genommen, dass er nach einem Spielzug liegen blieb. Es sah übel aus. Der Verein rief sofort Rettungsdienst und Notarzt herbei. Die Partie musste für etwa eine Dreiviertelstunde unterbrochen werden. "Er hat sich wohl das Schienbein gebrochen", meinte Paladins-Vorsitzender Guido Kurkowski.

Nachdem die Paladins-Fans Wans mit einem Applaus verabschiedet hatten, drehten die Solinger sportlich auf. Daniel Rennich setzte sich durch und trug den Football in die Endzone zur 6:0-Führung. Per Extrapunkt legte er den siebten Punkt nach. Die Gäste verkürzten noch auf 3:7 per Field-Goal, bevor sich auch ein Aachener verletzte und vom Rettungswagen abgeholt werden musste.

Footballerisch lief es bis dahin noch recht gut für die Paladins. Doch nach der Halbzeitpause waren die Vampires die bessere Mannschaft. Solingens Quarterback Jeremy Konzack hatte schon in der ersten Hälfte beim einen oder anderen Pass Glück gehabt, dass kein Aachener dazwischen gekommen war, doch kurz vor der Endzone erwischte es ihn diesmal. Der abgefangene Pass bedeutete den Aachener Ballgewinn. Von der eigenen Vier-Yard-Linie aus trug Niclas Kahlen das Ei an Freund und Feind vorbei in die Solinger Endzone - ein 96-Yard-Touchdown mit Seltenheitswert. Und ein weiterer Punkteerfolg ließ nicht lange auf sich warten. Schnell führten die Gäste 17:7.

Die Solinger kamen zwar danach in die Distanz, um ein Field-Goal zu versuchen, entschieden sich aber beim vierten Versuch nicht für den Schuss zwischen die Torstangen, sondern scheiterten beim versuchten Gewinn der entscheidenden Meter. Kleinigkeiten wie diese kosteten die Truppe letztlich den möglichen Sieg. Nach dem 7:24 verkürzte Daniel Schöps auf 13:24, aber die Abwehr der Vampire stand so sicher, dass es nicht mehr wirklich spannend wurde. Sogar ein eigener unnötiger Ballverlust (Fumble) konnte die Aachener nicht mehr aus dem Konzept bringen.

(trd)
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