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Volleyball
Zweitliga-Meister steigt nicht auf

Solingen. Sportlich haben die Solingen Volleys in dieser Saison der 2. Volleyball-Bundesliga voll überzeugt, bislang haben sie nur ein Spiel verloren und stehen bereits als Meister fest. Am Freitagabend teilte der Verein aber mit, dass er auf den Aufstieg verzichten wird. Aus finanziellen und personellen Gründen. Von Georg Amend

Manager Helmut Weissenbach schreibt: "Das Management und die Abteilungsleitung haben sich nach Abwägung aller Chancen und Risiken gegen den Aufstieg in diesem Jahr ausgesprochen und möchten die Strukturen für ein Bundesligaprojekt und der zukünftigen Ausrichtung des Volleyballsports mit dem Gesamtverein weiter abstimmen und entwickeln." Auf den sportlich erreichten Aufstieg wird also verzichtet, denn "diese Herausforderung bedarf höherer Investitionen und einer größeren Zahl handelnder Personen". Weiter schreibt der Manager: "Für die Mission Bundesliga sehen wir aktuell einen Zielerreichungsgrad von 60 Prozent des benötigten Mindestetats von 200.000 Euro. Aktuell sind wir daher von der Etatsituation noch nicht bundesligareif aufgestellt."

In dem Schreiben klingt auch an, dass es strukturelle Probleme mit dem Gesamtverein gegeben habe, die letztendlich mit für den Verzicht ausschlaggebend waren. "Wir haben von unseren Sponsoren, Spielern und dem Umfeld eine starke Aufbruchstimmung verspürt, haben auch Rückendeckung für einen Mehrstufenplan erhalten, sind aber nicht ansatzweise in die vereinsinterne Diskussion gekommen, ob die neuen Erfordernisse und Ziele zur zukünftigen vereinsinternen Ausrichtung passen." Für die Zukunft wünsche man sich eine "klare Verständigung der Entscheidungsträger der TSG Solingen e.V.".

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