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Solingen
Spur von falscher Psychologin führt auch nach Solingen

Solingen: Spur von falscher Psychologin führt auch nach Solingen
Die Stiftung Tannenhof in Remscheid: Dort arbeitete die Hochstaplerin zwei Jahre. FOTO: Hertgen (Archiv)
Solingen. Eine 35-Jährige, die sich mehrere Jahre lang mit Hilfe von gefälschten Urkunden - darunter einem fingierten Doktortitel - als Psychologin ausgegeben hat, ist gestern vom Landgericht Berlin-Moabit zu einer Haftstrafe von insgesamt drei Jahren und sieben Monaten verurteilt worden.

Unter anderem war die Frau in den Jahren 2013 bis 2015 bei der Stiftung Tannenhof in Remscheid angestellt gewesen, wobei eine Spur der Betrügerin auch nach Solingen führte.

So soll die 35-Jährige mehreren Medienberichten zufolge eine Zeit lang in der Klingenstadt gelebt haben. Und während des Verfahrens in Berlin kam zudem ans Licht, dass sich die Frau ihre angebliche Promotion in einem Bürgerbüro in Solingen in ihren Ausweis eintragen ließ.

In Wirklichkeit verfügte die nun verurteilte Hochstaplerin aber lediglich über eine Ausbildung als Versicherungskauffrau - was sie gleichwohl nicht davon abhielt, sich 2013 bei der Stiftung Tannenhof zu bewerben, die sich in Remscheid um psychisch kranke Menschen kümmert.

Tatsächlich ließen sich die Verantwortlichen der Stiftung seinerzeit von der Frau blenden und stellten sie zu einem Jahresgehalt von 80.000 Euro ein, so dass die 35-Jährige erst zwei Jahr später in Berlin aufflog. Dort hatte die unechte "Psychologin" zwischenzeitlich einen anderen Job angenommen, wo sie - wieder unter Vorspiegelung falscher Tatsachen - im Maßregelvollzug bei Patienten sogar Spritzen gesetzt haben soll. Die Frau hat die ihr zur Last gelegten Taten gestanden.

(cip)
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