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Solingen
St. Lukas Klinik: Gynäkologie mit neuem Chefarzt

Solingen: St. Lukas Klinik: Gynäkologie mit neuem Chefarzt
Krystian Kuboth ist der neue Chefarzt in der St. Lukas Klinik. FOTO: Lukas Klinik
Solingen. Krystian Kuboth ersetzt zum 1. August Dr. Ioannis Tsitlakidis, der sich nach Auskunft der Klinik "neu orientiert".

Nur sieben Monate war Dr. Ioannis Tsitlakidis Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe in der Ohligser St. Lukas Klinik. Wie das Krankenhaus gestern auf Anfrage der Morgenpost bestätigte, orientiert sich Dr. Ioannis Tsitlakidis, der erst im Januar nach Solingen gekommen war, jetzt beruflich neu.

Ab August 2015 leitet Krystian Kuboth die Frauenheilkunde der St. Lukas Klinik. Er übernimmt diese Aufgabe zusätzlich zur Allgemeinen Gynäkologie und Geburtshilfe des St. Josefs Krankenhauses Hilden. Dort ist der 50-Jährige seit 2014 Chefarzt, nachdem er zuvor fünf Jahre als Leitender Oberarzt und Vertreter des Chefarztes bereits in Hilden verantwortlich war. Aus dieser Zeit kennt er die Doppelfunktion des damaligen Chefarztes Professor Dr. Klaus Meinen, der über fünf Jahre ebenfalls beide Abteilungen leitete. "Wir haben in dieser Zeit gute Erfahrungen mit diesem System gemacht", sagt Krystian Kuboth. Die Doppelverantwortung ist aufgrund der räumlichen Nähe der beiden Häuser, mit guter Organisation und nicht zuletzt mit einem sehr guten Team unterschiedlicher Berufsgruppen in Hilden und Solingen möglich.

"Die nun gefundene Struktur mit einem Chefarzt ist kein billiger Kompromiss", sagt Gregor Hellmons. Der Geschäftsführer der Kplus Gruppe, zu der beide Krankenhäuser gehören, weiter: "Mit einem guten Team aus Ärzten, Pflegekräften und Hebammen unter der Leitung von Krystian Kuboth stärken wir beide Häuser."

Das Leistungsspektrum der Gynäkologie und Geburtshilfe an der St. Lukas Klinik ist breit: familienorientierte Geburtshilfe, gynäkologische Tumorchirurgie, Chirurgie gutartiger Veränderungen, Diagnostik und Therapie von Harninkontinenz. Krystian Kuboth ist selbst dreifacher Familienvater, da liegt ihm die Geburtshilfe besonders am Herzen. "Frauen haben die Macht", ist er sicher und möchte die werdenden Mütter zu einer natürlichen Geburt ermutigen. Eine individuelle Betreuung, die nicht erst im Kreißsaal beginnt, soll Ängste nehmen und das Vertrauen in die eigene Kraft stärken. "Das Normale ist das Bessere", ist er sich sicher - für Mutter und Kind. Eigentlich interessierte sich Krystian Kuboth für Kunstgeschichte, aber die Entscheidung, Gynäkologe zu werden, sei die beste seines Lebens gewesen, sagt er rückblickend. Auch nach 25 Jahren geht Krystian Kuboth ganz in seinem Beruf auf, auch wenn so manche Nacht dran glauben muss, wenn spontan ein Kind geboren wird. "Ich habe noch Freude an jeder einzelnen Geburt", sagte der gebürtige Pole bei seiner Vorstellung als Chefarzt in Hilden und kündigte seinerzeit auch an, dass er gerne die Zahl der Kaiserschnitt-Geburten reduzieren möchte.

Neben der Geburtshilfe hat sich der neue Chefarzt auf die gynäkologische Tumorchirurgie und die Diagnostik und Therapie von Harninkontinenz spezialisiert, ein in der immer älter werdenden Gesellschaft ein wichtiges Thema.

(aki)
 
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