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Solingen
St. Lukas Klinik meldet Station für Geburtshilfe ab

Solingen. Angesichts der drohenden Schließung der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe der St. Lukas Klinik überschlagen sich in dem Ohligser Krankenhaus jetzt die Ereignisse. Wegen Personal-Engpässen hat die St. Lukas Klinik vom heutigen Samstag an die Geburtsstation mit dem Kreißsaal bei den Leitstellen der Feuerwehr und den Rettungsdiensten abgemeldet - damit keine werdenden Mütter an der Schwanenstraße mehr eingeliefert werden und im Einsatzfall andere Krankenhäuser angefahren werden. Dies hat Klinik-Sprecher Andreas Spiegelhauer gestern gegenüber unserer Redaktion bestätigt. Mütter, die sich bereits für eine Entbindung angemeldet hatten, sind nach seinen Worten über die Schließung der Geburtsabteilung informiert worden. Die Schließung gilt bis auf weiteres. "Ob und wann die Geburtshilfe mit dem Kreißsaal wieder angemeldet werden kann, ist derzeit nicht absehbar", erklärte der Sprecher des Ohligser Krankenhauses. Wie Spiegelhauer betonte, betrifft die Schließung ausschließlich den Kreißsaal. Die Gynäkologie sei davon nicht betroffen. "Der Betrieb dort geht weiter." Ebenso würden Mütter mit ihren Kindern auf der Station weiter versorgt.

Grund für den Personalmangel ist neben einem Krankenstand insbesondere das momentan schwebende Verfahren bei der Bezirksregierung beziehungsweise dem NRW-Gesundheitsministerium, bei dem die Schließung der Abteilungen für Gynäkologie und Geburtshilfe drohen. Angesichts dieser Situation konnte das Krankenhaus dem Vernehmen nach jetzt nicht mehr kurzfristig Fachpersonal wie Hebammen und Kinderkrankenschwestern für den Kreißsaal gewinnen.

Unterdessen bedauert die Stadtratsfraktion der Linken die Schließung der Geburtsstation. "Die technischen, betriebswirtschaftlichen Zahlen werden vor die emotionalen Bedürfnisse werdender Eltern und insbesondere von Frauen gestellt."

(tws)
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