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Solingen
Stadion: Abpfiff auch für Kunstrasenplatz

Solingen. Diese Rückgabe wird Fußball-Niederrheinligisten Union Solingen wohl nicht schmecken. Denn inzwischen hat man auch bei der Stadtspitze eingesehen, dass es keinen Sinn macht, das Hermann-Löns-Stadion in Ohligs aufzugeben, den angrenzenden Kunstrasenplatz samt Umkleiden aber zu erhalten.

Union-Vorstandsmitglied Martin Stanscheit hatte der Stadt vergangene Woche vorgerechnet, dass man einen gehörigen Abschlag bei der Rendite werde einplanen müssen, wenn man das Stadion abreißen und das Gelände zur Wohnbebauung frei geben würde, ohne den Kunstrasenplatz zu schließen. Denn wer zieht schon gerne dahin, wo Lärm bis in die Abendstunden programmiert ist ?

Allerdings war dieser Hinweis eher damit verknüpft, dass die Stadt von ihren Plänen abrücken soll, das Stadion aufzugeben, dadurch jährlich 100 000 Euro zu sparen und das Areal für fast drei Millionen Euro zu veräußern. "Dass es keinen Sinn macht, den Kunstrasenplatz aufrecht zu erhalten, wenn man das Stadion dicht macht, sieht man im Rathaus inzwischen auch so", sagt Stadtsprecher Lutz Peters mit Verweis auf Sportdezernent Ralf Weeke. Dieser habe die Hoffnung, dass die Stadt an anderer Stelle einen Ersatz-Kunstrasenplatz bauen kann. Da muss sich allerdings zeigen, ob die Bezirksregierung der Stadt Solingen überhaupt erlaubt, für solch eine freiwillige Ausgabe Geld auszugeben. Zudem ist die Sportpauschale bis auf Jahre hinaus bereits verplant.

Bereits 2011 möchte die Stadt die 100 000 Euro einsparen, die sie jährlich für die Unterhaltung der Sportarena ausgibt, die Vermarktung des Areals soll ab 2012 beginnen. Doch auch hier haben die Verantwortlichen bei der Union Zweifel. Sie verweisen darauf, dass es sich bei dem Boden des Stadions um Fließsand handelt. Der habe bereits den Bau der Flutlichtanlage verteuert. Diesen Hinweis sieht man bei der Stadt gelassen. "Wir haben in Solingen an vielen Ecken schwierigen Baugrund", erklärt Peters, der darauf verweist, dass noch nicht geklärt sei, ob das Stadion auf (Fließ-)Sand gebaut wurde.

www.rp-online.de/solingen

Quelle: RP
 
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