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Nach Brand im "Beverly"
Stadt erlaubt neuen Erotikclub in Solingen

Fotos: Swingerclub "Beverly" brennt vollständig aus
Fotos: Swingerclub "Beverly" brennt vollständig aus FOTO: Tinter, Anja
Solingen. 2014 wurde der Swingerclub durch Brandstiftung zerstört. Nun könnte an gleicher Stelle ein neuer Club gebaut werden. Eine Entscheidung darüber steht aber noch aus. Früher war das "Beverly" ein echter Wirtschaftsfaktor für Burg. Von Martin Oberpriller

Rund drei Jahre sind vergangen, seitdem der damalige Erotikclub "Beverly" in Unterburg bis auf die Grundmauern abbrannte. Zwar kamen bei dem Großfeuer in der Nacht zum 9. November 2014 glücklicherweise keine Menschen zu Schaden. Dennoch wurde ein Geschäftspartner des Etablissements, der den Brand aufgrund eines angeblich zu geringen Honorars gelegt hatte, später wegen schwerer Brandstiftung sowie versuchten Mordes zu neun Jahren Gefängnis verurteilt.

Von dem Gebäude selbst war seinerzeit nur eine Ruine übrig geblieben. Wobei die Phase des Stillstands auf dem Trümmerareal am nördlichen Ortsausgang von Unterburg demnächst der Vergangenheit angehören könnte. Denn wie eine Rathaus-Sprecherin jetzt auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte, hat die Stadt Solingen bereits vor einigen Monaten einen entsprechenden Antrag des Grundstückeigentümers auf Weiternutzung positiv beschieden.

Im Klartext: Die Betreiber des alten "Beverly" dürfen - wenn sie wollen - neben dem Burger Bahnhof einen neuen sogenannten Swingerclub bauen. "Der Vorbescheid zu dem Antrag bezieht sich auf den selben Ort, dieselbe Größe sowie dieselbe Nutzung wie früher", sagte die Sprecherin der Stadt, die darüber hinaus betonte, die entsprechenden Unterlagen seien bei den zuständigen Beamten in der Verwaltung im Dezember des vorigen Jahres eingegangen.

Tatsächlich hatte bis zu dem Großbrand vom November 2014 eine Genehmigung für den Swingerclub bestanden, die mit der Zerstörung des alten Gebäudes nicht erloschen war. Allerdings scheint eine endgültige Entscheidung über die zukünftige Nutzung des einstigen "Beverly"-Grundstücks noch auszustehen. Denn nach dem positiven Vorbescheid seitens des Rathauses wurden von den Eigentümern einstweilen keine weiteren Schritte in die Wege eingeleitet - so dass auch alternative Konzepte für den besagten Bereich an der Eschbachstraße denkbar wären.

Die Stadt will den Prozess im Rahmen der ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten begleiten. So ist geplant, den Nordrand von Unterburg in das städtebauliche Entwicklungskonzept für den Stadtteil mit einzubeziehen, durch den wiederum eine Summe von insgesamt rund 6,5 Millionen Euro nach Burg fließen wird.

Was indes nichts daran ändert, dass sich viele Unterburger eine Rückkehr des "Beverly" durchaus vorstellen können, da der Erotikclub über Jahre hinweg ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor für Solingens kleinsten Stadtteil gewesen ist. Wie schon kurz nach dem Feuer in der Bezirksvertretung Burg/Höhscheid thematisiert, hatten die Besucher, die in den Hoch-Zeiten des Etablissements an Wochenenden in Scharen nach Burg gekommen waren, nämlich nicht allein im "Beverly" den Umsatz gefördert, sondern beispielsweise auch in den Hotels im Ort für belegte Betten gesorgt.

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Ferner kurbelten die Gäste früher zudem ganz allgemein den Tourismus an, indem sie - abseits ihrer Besuche in dem Erotikclub - die Sehenswürdigkeiten rund um Burg besichtigten. Die Einnahmen, die mit dieser Form des Sightseeings verbunden waren, gingen nach dem Ende des alten "Beverly" zurück - was zur Folge hat, dass viele den Club bis zum heutigen Tag schmerzlich vermissen.

Quelle: RP
 
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