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Solingen
Stadt hofft auf einen Rückgang bei Spielhallen

Solingen. Die Neuregelung soll erst ab Ende 2017 umgesetzt werden. Aber schon heute gibt es im Solinger Rathaus Überlegungen, welche Auswirkungen der zukünftige Glücksspielstaatsvertrag auf das Straßenbild in der Klingenstadt haben könnte. Das bestätigte gestern Stadtdirektor Hartmut Hoferichter auf Anfrage unserer Redaktion.

"Das Thema wurde bereits im Ordnungsamt besprochen", sagte Hoferichter, dem die Ballung von Spielhallen an einigen Stellen in Solingen schon seit längerem ein Dorn im Auge ist. Denn aus Sicht vieler Experten kann kein Zweifel bestehen, dass eine Konzentration von Casinos nicht allein aus Gründen der Suchtprävention unerwünscht ist. Vielmehr geht mit vielen Spielhallen auf engem Raum oftmals auch eine Abwärtsbewegung ganzer Quartiere einher, die anderen städtebaulichen Maßnahmen ihre Wirkung nimmt. In Solingen ist von einer Casino-Flut schon seit vielen Jahren besonders die Nordstadt betroffen, die zurzeit rund um die Konrad-Adenauer-Straße aufwändig saniert wird. Umso willkommener wäre da also eine neue Handhabe, mit der die Zahl der Spielhallen zu begrenzen wäre.

In Wuppertal gehen die Verantwortlichen davon aus, dass es im Zuge der Neuregelung, die unter anderem einen Mindestabstand zwischen zwei Casinos von 350 Metern vorsieht, sogar zum Verschwinden bestehender Betriebe kommt. So weit will die Klingenstadt in ihrer Einschätzung noch nicht gehen. Man werde jedoch die Entwicklung genau im Blick halten, kündigte Stadtdirektor Hoferichter an.

(or)
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