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Solingen
Stadt hofft auf Strohn-Baustart noch 2017

Solingen: Stadt hofft auf Strohn-Baustart noch 2017
Die Strohner Brücke wurde im Jahr 1927 errichtet. Später kamen noch Versorgungsleitungen dazu. Inzwischen ist der Bau derart marode, dass eine Renovierung nicht mehr infrage kommt. Ein Neubau würde rund 500.000 Euro kosten. FOTO: Köhlen (Archiv)
Solingen. Noch immer ist die Strohner Brücke, die im Süden Solingens zwischen dem Tierheim sowie dem Wasserwerk Glüder über die Wupper führt, gesperrt. Die Bezirksregierung will nun in den nächsten Wochen über mögliche Fördergelder für die gesperrte Strohner Brücke befinden. Von Martin Oberpriller

Im vergangenen Sommer hatte sich die Stadt gezwungen gesehen, das 90 Jahre alte Bauwerk wegen Baufälligkeit für Fußgänger und Radfahrer zu schließen. Doch dies darf nach dem Willen der Verantwortlichen im Rathaus kein Dauerzustand bleiben. Eine neue Brücke muss her - wobei die Bautrupps nach Möglichkeit bereits in diesem Jahr in Strohn anrücken sollen.

"Wir hoffen, dass wir von der Bezirksregierung Düsseldorf entsprechende Fördermittel zugewiesen bekommen", sagte jetzt Stadtdirektor Hartmut Hoferichter auf Anfrage unserer Redaktion. Zwar habe es die Strohner Brücke für das Jahr 2017 nicht mehr auf die diesbezüglichen Listen des Landes geschafft, schränkte der Stadtdirektor ein. Dennoch bestehe weiter Hoffnung. Denn immerhin würden erfahrungsgemäß von anderen Kommunen nicht alle zugestandenen Fördermittel abgerufen, so dass die Strohner Brücke - quasi in einer zweiten Runde - doch noch zum Zuge kommen könnte, betonte Hoferichter.

Tatsächlich rechnen die zuständigen Beamten in der Verwaltung innerhalb der nächsten Wochen mit einer Nachricht aus der Landeshauptstadt. Wobei klar ist, dass es ohne Gelder vom Land nicht geht. "Der Neubau der Brücke wird mit mindestens einer halben Million Euro zu Buche schlagen", hieß es aus dem Rathaus, das zudem darauf verwies, nach einem positiven Bescheid seitens der Bezirksregierung könne nicht direkt mit den Arbeiten begonnen werden.

Vielmehr wäre es zunächst notwendig, sich über die Ausgestaltung der neuen Brücke zu verständigen. "Darüber sind nämlich noch keine abschließenden Entscheidungen gefallen", sagte Stadtdirektor Hoferichter. Und zudem müsste die alte Brücke ihrerseits erst noch abgerissen werden.

Deren Sperrung war Mitte 2016 nicht mehr zu vermeiden gewesen, nachdem bei dem Stahlkonstrukt mit seinen Holzbohlen Schäden am Tragwerk und an der Bauwerksausstattung festgestellt worden waren. Die Sicherheit für Passanten konnte nicht länger gewährleistet werden. Und spätere Untersuchungen brachten dann darüber hinaus zutage, dass eine Reparatur des alten Bauwerks wegen dessen maroden Zustands nicht infrage kommen würde.

Seitdem ist die geschlossene Strohner Brücke vor allem für Wanderer, Spaziergänger sowie Radfahrer ein Ärgernis. Sie sind nämlich nun gezwungen, bis auf Weiteres eine alternative Route zu nehmen. So werden Zweiradfahrer beispielsweise seit dem Herbst gezwungen, einen Ausweich-Radweg zwischen Unterburg und Balkhauser Weg zu nutzen. Überdies müssen sie auf einem Abschnitt von ihren Rädern absteigen und diese schieben.

Dabei ist es in Sachen Strohner Brücke mit einem Neubau allein nicht getan. So mahnte Oberbürgermeister Tim Kurzbach schon im vergangenen Jahr weitere Verbesserungen in den Wupperbergen an, um die landschaftlich reizvolle Gegend auch für Touristen attraktiv zu machen. "Es kann nicht sein, dass Gäste später über eine moderne Brücke gehen und ein paar Meter weiter auf einem schlammigen Weg stehen", so Kurzbach damals.

Quelle: RP
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